Spreitenbach schiebt Spitex-Entscheid auf

Der Gemeinderat von Spreitenbach möchte eine neue Lösung bei der Spitex. Um sich alle Möglichkeiten offen zu halten, hat er an der Gemeindeversammlung vom Dienstag die Kündigung der Leistungsvereinbarung mit dem Spitex-Verein Spreitenbach-Killwangen beantragt. Ein Entscheid fiel jedoch nicht.

Volle Turnhalle

Bildlegende: Die Turnhalle in Spreitenbach war bis fast auf den letzten Platz besetzt. SRF

2013 haben die Gemeinderäte von Killwangen, Neuenhof, Spreitenbach und Wettingen beschlossen, Grundlagen für eine engere Zusammenarbeit oder eine Fusion der Spitex-Organisationen zu erarbeiten. Um sich dafür sämtliche Optionen offen zu halten, hat der Gemeinderat die Kündigung der Leistungsvereinbarung mit dem Spitex-Verein Spreitenbach-Killwangen beantragt.

Keine Kündigung ohne konkrete Lösung

«Die Aufgaben und Anforderungen an das Betreuungssystem sind in den letzten Jahren markant gestiegen», sagte Gemeinderätin Monika Zeindler zu Beginn ihrer Ausführungen. Nur bei optimierten Betriebsgrössen könne man die gesetzlich vorgeschriebenen Dienste auch effektiv und kostengünstig führen.

«Wir verstehen die Beweggründe des Gemeinderats», sagte Berhard Gehrig vom Verein Pro Spreitenbach, welcher den Rückweisungsantrag gestellt, und damit den Entscheid auf die nächste Gemeindeversammlung geschoben hat. Solange man aber keine konkrete Lösung habe, wie eine engere Zusammenarbeit oder eine Fusion aussehe, soll der Vertrag nicht gekündigt werden.

An der Versammlung wurde ausserdem über eine Erhöhung des Steuerfusses abgestimmt. Das Spreitenbacher Stimmvolk hat eine Steuererhöhung abgelehnt. Somit bleibt der Steuerfuss bei 101 Prozentpunkten. Die nächste Gemeindeversammlung ist im Juni.