Spreitenbach setzt weiter auf Sozialdetektive

Seit 2009 setzt die Gemeinde Spreitenbach auf die Dienste von Sozialinspektoren und macht damit gute Erfahrungen. Deshalb hat die Gemeinde das Projekt nun um weitere zwei Jahre verlängert. Es gehe dabei aber um mehr als nur um blosse Kontrolle.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nach diesem Motto hat sich die Gemeinde Spreitenbach für weitere zwei Jahre für die Zusammenarbeit mit den Sozialinspektoren des Kantons ausgesprochen.

mann mit Lupe schaut in Buch

Bildlegende: Sozialhilfedetektive sind eigentlich gar keine Detektive. Sie kontrollieren unangemeldet Sozialhilfebezüger. Keystone (Symbolbild)

Man mache sehr gute Erfahrungen mit diesen Inspektoren heisst es in Spreitenbach. Dabei gehe es gar nicht primär um die Aufdeckung von Missbrauchsfällen, sondern eher um die Prävention, erklärt Gemeindeschreiber Jürg Müller: «Die Leute wissen, dass kontrolliert wird, dadurch verbessert sich die Qualität der Angaben auf den Sozialhilfeanträgen.»

Da die Gemeinde die Sozialinspektoren beim Kanton als Leistung einkaufen kann, kommt sie auch günstiger weg, als wenn sie selber die Kontrolleure anstellen müsste. Somit lohne sich der Einsatz für die Gemeinde auf der ganzen Linie.

Wirksame Prävention

Die sogenannten Sozialdetektive sind eigentlich gar keine Detektive. Ihre Aufgabe besteht darin, Bezüger oder Anwärter von Sozialhilfeleistungen unangemeldet zu Hause zu besuchen, und dort zu kontrollieren, ob die gemachten Angaben stimmen.

«Es geht dabei zum Beispiel um die Grösse der Wohnung oder die Anzahl Personen, die im Haushalt wohnen», führt Jürg Müller aus. Und weil dies nun mit einer gewissen Regelmässigkeit geschieht, wissen die Leute davon und machen vollständige Angaben. Eine wirksame Prävention, wie sie sich die Gemeinde vorstellt.