Zum Inhalt springen

Stadion Torfeld Süd Alle wollen am gleichen Strick ziehen

1 Stadion, 4 Hochhäuser – Stadtrat, Bauherrin HRS, FC Aarau und meinstadion.ch stehen hinter dem Plan B.

Legende: Video Neuer Anlauf für ein neues Fussballstadion abspielen. Laufzeit 3:04 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 21.03.2018.
  • Der Stadtrat, die Bauherrin HRS, der FC Aarau und die Gönnervereinigung meinstadion.ch haben sich auf den Plan B geeinigt.
  • Der Stadtrat will eine obligatorische Volksabstimmung über die Hochhäuser und somit zu Plan B.
  • Die HRS entschädigt die Stadt Aarau mit 2 Millionen Franken, falls sie bei vorliegender Baubewilligung bis Ende 2021 nicht innert dreier Monaten mit dem Bau beginnen sollte.
  • Die HRS unterstützt den FC Aarau in den nächsten fünf Jahren mit je 200'000 Franken zusätzlich neben dem bisherigen Engagement als Premium-Sponsor.

Bildvergleich

Regler nach links verschieben Regler nach rechts verschieben
Legende:Visualisierung der StadionprojekteTorfeld Süd: Ruinen heute, Stadion morgenzvg

Der Bau des seit Jahren geplanten Fussballstadions Aarau hat einmal mehr eine Klippe umschifft. Alle vier am Projekt Beteiligten einigten sich darauf, am gleichen Strick zu ziehen. Konkret soll der Plan B umgesetzt werden, der ein neues Fussballstadion und vier Hochhäuser vorsieht.

Die Kosten

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Das Stadion Torfeld Süd kostet 80 Millionen Franken. Diese Zahl bestätigte HRS am Mittwoch. Stadt, Kanton und FC Aarau können das Stadion aber für 36 Millionen Franken kaufen. Die Differenz von 44 Millionen (Querfinanzierung) will HRS über die Hochhäuser decken, d. h. mit der Vermietung und evtl. dem Verkauf von Flächen in diesen Gebäuden.

Die Chronologie

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen
Die Chronologie
  • 2007: Das Aarauer Stimmvolk genehmigt einen Planungskredit.
  • 2008: Das Aarauer Stimmvolk genehmigt im Grundsatz ein Fussballstadion mit Mantelnutzung.
  • 2009: Der Gestaltungsplan «Torfeld Süd» wird öffentlich aufgelegt. Anwohner legen Rekurs ein.
  • 2010: Der FC Aarau steigt in die zweithöchste Spieklasse, in die Challenge League, ab.
  • 2011: Der Aargauer Regierungsrat (Kantonsregierung) lehnt die Beschwerden ab und genehmigt den Gestaltungsplan. Die Stadt Aarau will nun auf eine ausgiebige Mantelnutzung verzichten, der Einwohnerrat (Stadtparlament) kippt diese aus dem Bauprogramm.
  • 2012: Das Verwaltungsgericht tritt auf die Beschwerden gegen den Gestaltungsplan nicht ein. Auch das Bundesgericht lehnt Beschwerden ab. Am 28. August reicht die HRS Real Estate AG das Baugesuch für das Stadion ein.
  • 2013: Das Baugesuch liegt öffentlich auf. Ein Anwohner macht eine Einsprache. Das kantonale Baudepartement erteilt im September trotzdem die kantonale Bewilligung für den Bau.
  • 2013: Der FC Aarau steigt wieder in die höchste Spielklasse auf.
  • 2014: Am 26. Mai erteilt auch der Stadtrat von Aarau die Baubewilligung.
  • 2015: Der FC Aarau steigt wieder in die Challenge League ab.
  • 2015: Der Regierungsrat weist am 21. Januar eine Beschwerde des Anwohners gegen die Baubewilligung der Stadt ab. Im Februar führt der Anwohner dagegen Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Im November entscheidet das Bundesgericht, dass die laufenden Verfahren keine aufschiebende Wirkung haben. Trotzdem warten Stadt und Bauherrschaft mit dem Baubeginn zu.
  • 2016:Am 18. Mai entscheidet das Bundesgericht über die Beschwerde eines Anwohners: Es weist alle Forderungen des Anwohners ab, soweit es überhaupt darauf eintritt.
  • Mai 2017: Die Bauherrin HRS will das Bauprojekt anpassen. Die neuen Pläne sehen ein Stadion ohne Mantelnutzung vor, aber mit drei Hochhäusern. Diese sind nötig, weil sich die bisher geplante Mantelnutzung mit Einkaufszentrum nicht mehr rechnet. Dies gab die Generalunternehmerin HRS Anfang Mai bekannt.
  • März 2018: Stadtrat Aarau will bis 20. März «Nägel mit Köpfen». Er will bis am 20. März eine verbindliche Zusage aller Beteiligten zum Projekt.
  • Im Mai 2018 verfällt die gültige Baubewilligung für das neue Aarauer Fussballstadion Torfeld Süd.

Mit dem Bau des Stadions soll aber erst begonnen werden, wenn für die Hochhäuser rechtskräftige Baubewilligungen vorliegen. Damit ist die Idee, Stadion und Hochhäuser zu entkoppeln (Plan C), vom Tisch.

Der Zeitplan für den Plan bleibt indes eng getaktet. Für den Bau der Hochhäuser muss die Stadt die Nutzungsplanung revidieren. Der Stadtrat will darüber das Volk entscheiden lassen. Sagt dieses Nein, gibt es weder Stadion noch Hochhäuser.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.