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Stadt Baden 100 Millionen Franken für die Schule Burghalde – zu viel?

Baden braucht mehr Schulraum und will ein Oberstufenzentrum bauen. Die Bausumme und die Bauzeit geben zu reden.

Visualisierung Schule
Legende: So soll das neue Schulzentrum Burghalde einmal aussehen. ZVG / Stadt Baden

Es ist eine der grössten Investitionen, die die Stadt Baden je tätigen wollte: das neue Sekundarstufenzentrum Burghalde. Die bisherige Bezirkschule an diesem Standort soll erweitert werden. Die Kernpunkte der Vorlage:

  • Real-, Sekundar- und Bezirksschule sollen an einem Standort zusammengeführt werden, «Oberstufe unter einem Dach».
  • Dazu sollen zwei Schulgebäude neu gebaut werden, das Gebäude der alten Bezirksschule soll renoviert werden.
  • Dazu kommen neue Spezialräume wie eine Mensa, Gruppen- und Aufenthaltsräume.
  • Das Projekt Burghalde kostet rund 100 Millionen Franken.

Der Einwohnerrat hat der Vorlage deutlich zugestimmt. Einzig die SVP hat den Baukredit abgelehnt. Sie warnt angesichts der Kosten vor einem Schuldenberg, der auf Baden zukomme. Es sei gar nicht notwendig, die Real-, Sekundar- und Bezirksschule an einem Standort zu zentralisieren.

Eine dezentrale Lösung wäre garantiert günstiger.
Autor: Daniel GlanzmannFraktionschef SVP Einwohnerrat Baden

Stadträtin Ruth Müri hält dagegen und sagt, man baue nicht zu teuer. «Das Projekt ist kein Luxusbau. Es entspricht den heutigen Anforderungen», so Müri. Ein Oberstufenzentrum ergebe Sinn, so würden Übertritte in andere Schulstufen erleichtert. Zum Klassenwechsel käme so nicht noch ein Ortswechsel dazu.

Neben der SVP gibt es auch kritische Stimme von der Interessengemeinschaft Ländliwiese. Diese spricht sich für den Burghalden-Kredit aus. Es brauche das Oberstufenzentrum, betonen Vertreter der IG.

Man muss sich vorstellen, dass die gesamte Bezirksschule auf die Fläche eines Fussballplatzes transferiert wird.
Autor: Kai MossigIG Ländliwiese

Aber die IG fragt sich, wie die Bauzeit zu bewältigen sei. Der Stadtrat will nämlich die ganze Bezirksschule für drei Jahre in ein Provisorum verlegen, nämlich auf die Ländliwiese in einen dreistöckigen Containerbau.

Es könnte eng werden auf der Ländliwiese

Die Ländliwiese dient aber im Moment als Pausenplatz für Schüler der Primarschulen Tannegg und Ländli. Kai Mossig von der IG Ländliwiese befürchtet, dass die Bezirksschüler die Primarschüler verdrängen. Es gebe schlicht zu wenig Platz für alle Schüler.

Stadträtin Ruth Müri sieht, dass es auf der Ländliwiese eng werden könnte. Man könne dem aber vorbeugen, in dem man zum Beispiel die Pause für Primar- und Bezirksschüler zu unterschiedlichen Zeiten festlege.

Den definitiven Entscheid über das Schulzentrum Burghalde fällt das Badener Stimmvolk am 26. November.

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