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Aargau Solothurn Stadt Baden baut die Volksschule total um

Der Stadtrat hat sich mit seinem Gesamtkonzept für die Schulraumplanung viel Zeit gelassen. Doch nun präsentiert er den grossen Wurf. Alle Neuerungen sind aufeinander abgestimmt, die Schule soll für die Zukunft gerüstet sein. Der Umbau ist teuer: Er kostet 230 Millionen Franken.

Schulhaus Pfaffechappe.
Legende: Das Schulhaus «Pfaffechappe» in Baden (Sek/Real), eines von vielen sanierungsbedürftigen Schulgebäuden in Baden. SRF

Sanierung und Erweiterung des Oberstufenzentrums Burghalde, Abbruch des Primarschulhauses in Rütihof und Bau eines neuen Schulhauses in Systembauweise. Ebenfalls ein neues Schulhaus im Quartier Meierhof.

Und, und, und – die Liste der Projekte ist lang. Fast jedes Schulhaus in Baden und jeder Kindergarten wird saniert, neu gebaut oder erweitert. Die Schule wird sozusagen neu gebaut. Wichtigster Treiber des Projekts sind die Schülerzahlen, die in Baden in den nächsten Jahren steigen werden. Entsprechend mehr Schulraum wird benötigt.

Dazu kommt, dass die bestehenden Schulhäuser den heutigen Ansprüchen an den Unterricht schlicht und einfach nicht mehr genügen. Im Schulhaus Meierhof zum Beispiel gibt es keinen einzigen Arbeitsraum für Gruppen.

Tagesstrukturen ab Kindergarten und Schulreform

Weiter gehören zum Raumprogramm der neuen Volksschule in Baden die Tagesstrukturen. Der Einwohnerrat hat beschlossen, dass diese Strukturen «flächendeckend» einzurichten sind. Das heisst, dass nun auch jeder Kindergarten die entsprechenden Infrastrukturen erhält. Mittagstische werden in Zukunft also auch in den Badener Kindergärten Realität.

Und wie wenn die Liste der Anforderungen nicht schon lange genug wäre, gilt es auch noch, die neue Schulstruktur mit sechs Primarklassen und nur noch drei Jahrgängen auf der Oberstufe umzusetzen. Auch diese Aargauer Schulreform verlangt Anpassungen des Schulraums.

Sanierungen bewusst zurückgestellt

Viel hatten die Fachleute unter einen Hut zu bringen. Jahre hat die Planung gedauert. In dieser Zeit wurde in den Badener Schulen nur das Nötigste gemacht an Sanierungen und Umbauten.

Deshalb ist der Nachholbedarf jetzt entsprechend gross. Und entsprechend gross ist auch der finanzielle Aufwand. Der Stadtrat rechnet mit Kosten von 230 Millionen Franken in den nächsten 13 Jahren. Pro Jahr ergibt das im Schnitt eine Summe von rund 20 Millionen Franken.

Der Bericht des Stadtrates zur Schulraumplanung geht nun in den Einwohnerrat. Nimmt er diesen zustimmend zur Kenntnis, folgen in nächster Zeit die Vorlagen zu den einzelnen Projekten mit konkreten Anträgen für Planungs- und Baukredite. Damit die Schule Baden neu gebaut werden kann, sind auch noch diverse Volksabstimmungen nötig.

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