Stadtrat von Baden schafft Email-Adressen «baden.ch» ab

Lange wurde diskutiert. Nun hat der Stadtrat Baden den Gratis-E-Mail-Dienst nochmals überprüft. Die Adressen, welche auf «@baden.ch» lauten, bringen der Stadt mehr Risiken als Nutzen. Der Stadtrat bleibt dabei und will den Dienst per Ende September einstellen.

Baden und das Mail-Zeichen

Bildlegende: Die Badener müssen nun auch mit gmx-, hotmail-, icloud- und anderen E-Mail-Adressen Vorlieb nehmen. Keystone / Montage SRF

Der Stadtrat Baden will den Freemail-Dienst schon länger einstellen. Zuletzt gab die kurze Übergangsfrist zu reden. Diese wurde angepasst. Bis Ende September 2014 sind die Adressen, mit dem Zusatz «@baden.ch», noch gültig. Danach gibt es bis Mai 2015 einen Umleitungsdienst.

Nun hat der Stadtrat Kosten, Nutzen und Risiken des Dienstes nochmals genau überprüft. Vorteil des Dienstes sei die Kundenbindung, die Identifikation mit dem Ort Baden. Risiken seien Spam-Mails, die sozusagen im Namen der Stadt versandt wurden, oder Personen, die sich unter falschen Namen für eine «@baden»-Adresse registrieren.

«Nicht Aufgabe der Badener Verwaltung»

Zudem gehöre ein solcher Freemail-Service nicht zu den Kernaufgaben der Verwaltung. Zwar hat das Betreiben des Dienstes jährlich nur 4000 Franken gekostet. Ins Geld ging aber vor allem das Beantworten der vielen Fragen der Mailnutzer. Bei Problemen wurde der städtische Informatikdienst kontaktiert. Die zusätzlichen Arbeitsstunden belaufen sich pro Jahr auf gut 15'000 Franken Zusatzkosten.

Unter dem Strich bringen die «baden.ch»-Adressen mehr Risiken als Nutzen, fasst der Stadtrat zusammen. Die Folgekosten für einen neuen, modernen Free-Mail-Service wären zu hoch. Deshalb sei die Einstellunge des Angebote weiterhin das Ziel, so das Fazit des Stadtrates in der Antwort auf einen Vorstoss aus dem Parlament.