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Aargau Solothurn Stahlbaufirma Jakem in Münchwilen stellt Betrieb ein

Die Mitarbeitenden werden gestaffelt entlassen. Begründet wird das Ende des Traditionsbetriebes mit massiven Überkapazitäten in der Stahlbaubranche. Der Betrieb wird bis spätestens Ende Juli geordnet heruntergefahren.

Vordach Kantonsschule Wohlen
Legende: Ein bekanntes Werk der Firma Jakem, das Vordach der Kantonsschule Wohlen. jakem.ch

Die Jakem AG im Fricktal gehört zu den fünf grössten Stahlbauunternehmen der Schweiz. Sie gilt in der der Branche als solide, zuverlässige Firma, die auch spezielle Projekte realisiert.

So war die Jakem AG beispielsweise an der Expo am Bau des Monolithen in Murten beteiligt. Sie erstellte seinerzeit auch die Stahlkonstruktion der neuen Eishalle Resega in Lugano. Und das nicht alltägliche Vordach der Kanti Wohlen kommt ebenfalls aus dem Hause Jakem.

Angefangen hat alles 1951 als damals noch kleiner Familienbetrieb, der Stromleitungsmasten und Eisenbahnbrücken herstellte. Vor allem zwischen 1971 und 1995 ist der Betrieb kontinuierlich gewachsen. Die Jakem AG hat heute rund 80 Mitarbeiter am Hauptsitz im Münchwilen und in Niederlassungen in Zürich und im Tessin.

Massive Überkapazitäten und Preiskonkurrenz im Ausland

Der Jakem AG machte neben den Überkapazitäten in der Stahlbaubranche vor allem der Preiskampf mit dem nahen Ausland zu schaffen. «Dort wird für die Hälfte der Personalkosten produziert», sagt Geschäftsführer Markus Amsler, «da können wir nicht mehr mithalten.

Die Produktion der Jakem AG wird nun kontinuierlich heruntergefahren, das Personal gestaffelt entlassen. Bis spätestens Ende Juli wird der Betrieb gänzlich eingestellt. Das meldet die Online-Ausgabe der «Neuen Fricktaler Zeitung».

Firmenchef Markus Amsler bestätigt den Artikel. «Aufgrund der aktuellen Planung werden wir unseren Verpflichtungen gegenüber Kunden und Lieferanten nachkommen können», sagt Markus Amsler.

Die Angestellten wurden am Montag informiert. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Aargau richtet ab Montag, 23. Februar, ein Jobcenter in der Firma ein.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Stahlbau ist nicht das nachhaltige Produkt der Schweiz . Da verstehe ich die Schliessung . Schade dass die Firma nicht frühzeitig neue Produkte kreieren konnte . Und das ist nicht der letzte Betrieb der wegen Innovationsversäumnissen schliessen wird .
    Ablehnen den Kommentar ablehnen