Stahlwerk in Gerlafingen muss Stellen abbauen

Das Unternehmen Stahl Gerlafingen kann weniger Profilstahl produzieren, weil dieser nicht mehr so stark gefragt ist. Beim Stahlwerk glaubt man nicht, dass sich das bald verbessert. Deshalb werden nun 11 von derzeit 540 Mitarbeitenden entlassen.

Mitarbeiter im Stahlwerk Gerlafingen

Bildlegende: Im Stahlwerk Gerlafingen werden 11 Stellen gestrichen. Keystone

Nach den Betriebsferien im Sommer soll die Produktion auf der Profilwalzstrasse von zwei Schichten auf eine Schicht umgestellt werden, teilt Stahl Gerlafingen am Donnerstag mit. Auch die Logistikorganisation soll um eine Schicht reduziert werden.

Das Stahlwerk will nach eigenen Angaben möglichst vielen Betroffenen intern eine neue Stelle anbieten.

Besserung beim Profilstahl ist nicht in Sicht

Der gesamte Absatz blieb im ersten Halbjahr deutlich hinter den Erwartungen, wie das Unternehmen schreibt. Lediglich 308'000 Tonnen statt wie geplant 370'000 Tonnen Bewehrungs- und Profilstahlprodukte wurden ausgeliefert.

Nach einem schwachen ersten Quartal nahmen die Auslieferungen beim Bewehrungsstahl kontinuierlich zu. Die entsprechende Produktionslinie, die Kombiwalzstrasse, ist voll ausgelastet. Beim exportorientierten Profilstahl rechnet Stahlwerk Gerlafingen in den kommenden eins bis zwei Jahren jedoch nicht mit einer Verbesserung.

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Rekordhohe Arbeitslosenquote in Gerlafingen

4:41 min, aus 10vor10 vom 8.9.2009