Station für Krisenintervention Olten: Angebot wird rege genutzt

Vor zwei Jahren hat das Kantonsspital Olten die Kriseninterventionsstation eröffnet. Diese Einrichtung bietet Patienten, die in einer akuten psychischen Krise stecken, rasche und unkomplizierte Hilfe an.

Für Patienten, die an Depressionen oder einem Burnout leiden, stellt eine Behandlung in einer Psychiatrischen Klinik oft eine grosse Hürde dar. Um diesen Patienten den Schritt zur Behandlung zu vereinfachen, hat das Kantonsspital Olten vor rund zwei Jahren eine Kriseninterventionsstation eröffnet.

Frühe Erkennung senkt Suizidrisiko

Hier erhalten die Patienten rasch professionelle Hilfe. Während maximal acht Tagen wird abgeklärt, welche Hilfe die Patienten benötigen und man sucht eine Lösung für die weitere Behandlung. Meistens wird während des stationären Aufenthalts im Kantonsspital bereits mit der Therapie begonnen.

Martin Hatzinger, Leiter der Kriseninterventionsstation, sieht das Angebot als wichtiger Pfeiler des psychiatrischen Angebots des Kantons: «Wenn man psychische Erkrankungen wie Depressionen früh erkennt, kann man sie besser behandeln.» Dank der Früherkennung könne die Sterblichkeit durch Suizid stark verringert werden.

In Olten werden nicht nur Patienten mit Depressionen behandelt, sondern auch Personen, die an einem Burnout leiden oder einen schweren Schicksalsschlag, wie beispielsweise den Verlust des Lebenspartners, zu verarbeiten haben. Es gäbe aber auch Fälle, die man auf der Kriseninterventionsstation nicht behandeln könne, so Hatzinger: «Menschen, die verwirrt sind, beispielsweise an Alzheimer leiden, brauchen eine umfänglichere Betreuung, als wir sie bieten.»

Station ist gut ausgelastet

In den ersten zwei Jahren war die Kriseninterventionsstation gut ausgelastet. «Meistens waren sieben von acht Betten belegt», so Hatzinger. Es habe sogar Zeiten gegeben, in welchen zusätzliche Betten organisiert werden mussten. Aus diesem Grund bleibt die Kriseninterventionsstation in Olten sicher bestehen. Es sei sogar möglich, dass man sie noch weiter ausbaue, so Hatzinger: «Wenn die Nachfrage steigt, brauchen wir mehr Betten.»