Stefanie Vögele am Turnier in Indian Wells eine Runde weiter

Die Aargauerin Stefanie Vögele (WTA 71) befindet sich weiter in guter Form. Die Aargauerin zog in Indian Wells durch einen 4:6, 6:4, 6:3-Erfolg gegen Petra Martic (Kro, WTA 91) in die 2. Runde ein.

Vögele verdiente sich den Erfolg gegen die gleichaltrige Kroatin mit couragierter Spielweise und tadelloser, positiver Einstellung.Die Schweizer Nummer 2 liess sich auch durch den Verlust des Startsatzes ("da spielte ich zu passiv") nicht aus der Ruhe bringen und trat nachher noch etwas offensiver auf.

Gute Nerven

Vögele überzeugte mit guter Beinarbeit und verschiedenen gut getimten Netzvorstössen. Und auch die Nerven waren kein Problem: Als Martic bei 3:2 im dritten Satz für Vögele ein medizinisches Timeout beanspruchte, übte die Schweizerin seelenruhig Aufschläge. Und bei 5:3 hatte sie keine Schwierigkeiten auszuservieren und erzwang die Entscheidung auch dank zwei glasklaren Vorhandwinnern.

«Das hat Steffi sehr gut gemacht», lobte ihr Trainer, der anerkannte und manchmal - im positiven Sinne strenge - Fachmann Ivo Werner, mit dem sie seit Ende 2006 zusammenarbeitet. Martic wird übrigens von Zoltan Kuharszky betreut, der einst im Swiss-Tennis-Leistungscenter in Biel auch Vögele trainierte.

USA liegt Vögele offenbar

Portrait

Bildlegende: Stefanie Vögele ist in Indian Wells in Runde 2 des Turniers. Die Aargauerin bewies im Spiel gute Nerven. Keystone

Für Vögele sind die USA in diesem Frühjahr definitiv eine Reise wert. In Memphis hatte sie ihren zweiten Halbfinal auf der Tour überhaupt erreicht, und in Indian Wells veredelte sie nun ihren «Lucky Loser»-Status. Die Niederlage in der Qualifikations-Entscheidung war nicht schlimm gewesen, sie hatte vorher schon gewusst, dass sie selbst im Falle einer Niederlage im Hauptfeld würde starten können.

Sie ist mit ihrer gegenwärtigen Verfassung zufrieden, bleibt aber realistisch: «Es läuft derzeit gut, aber ich habe weiter viele Sachen, die es zu verbessern gilt.» Die Fedcup-Spielerin, die unlängst in Bern den entscheidenden Punkt zum Sieg gegen Belgien beisteuerte, trifft nun auf Nadia Petrowa.

Keine einfach Gegnerin

Gegen die Weltranglisten-Zwölfte Petrowa, die in ihrer Karriere schon mehr als 11 Millionen Dollar an Preisgeld eingespielt hat, gewann sie 2010 den bisher einzigen Vergleich in Dubai in zwei Tiebreaks. «Da war der Boden aber schneller», so Vögele.