Steiner Gemeinderat reagiert auf Autoflut

Der Gemeinderat von Stein im Fricktal hat genug von den Parkplatz-Engpässen im Dorf. Auswärtige Autofahrer soll nun zur Kasse gebeten werden. Dies betrifft auch die Mitarbeiter des Pharmariesen Novartis. Für die Einwohner der Gemeinde ist dagegen eine Sonderregelung geplant.

Stein von oben, Rhein im Vordergrund

Bildlegende: Stein im Fricktal hat zu viel Verkehr und Parkplätze sind knapp. Wikimedia Commons/Dimelina

Die Aargauer Gemeinde Stein möchte nicht mehr so viele Langzeitparkierer im Dorf haben. Darunter befinden sich immer wieder auch Angestellte des Pharmakonzerns Novartis. Das Unternehmen hat vor einem halben Jahr die Anzahl der Firmenparkplätze bewusst eingeschränkt, um die Angestellten auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu lenken. Nun weichen die Novartis-Mitarbeiter aber offenbar auf die Parkfelder in der Gemeinde aus.

Autos in Reihe

Bildlegende: Wild parkieren soll künftig in Stein etwas kosten. Für Novartis-Angestellte schlechte Nachrichten. Keystone

Der Steiner Gemeinderat möchte deshalb die Parkplätze im Dorf kostenpflichtig machen. Ausserdem sollen die Preise bei längerem Parkieren progressiv steigen. Somit wären sie für Langzeitparkierer nicht mehr attraktiv, sagt Gemeindeammann Hansueli Bühler gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

Bühler hofft, dass damit das Parkplatz-Problem in der Gemeinde entschärft werden kann.

Besondere Lösung für Anwohner

Eine Sonderregelung plant Stein dagegen für die Einwohner der Gemeinde. Der Gemeinderat will eine Anwohner-Parkkarte einführen. Für 50 Franken im Monat, oder 500 Franken im Jahr, sollen in Stein wohnhafte Autofahrer weiterhin ihr Auto über längere Zeit der Strasse entlang parkieren zu können.

Nun haben die Bewohner von Stein bis am 10. März Zeit ihre eignen Vorschläge und Ideen einzubringen, um das Parkplatzproblem zu lösen. Um sich an diesem Mitwirkungsverfahren zu beteiligen, können sie einen Fragebogen ausfüllen.