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Aargau Solothurn Streit um Fahrende in Rüttenen: Kanton braucht mehr Standplätze

In Rüttenen ist ein jahrelanger Rechtsstreit um eine fahrende Familie beendet. Die Familie soll in Biberist einen Standplatz bekommen.Dieser muss aber erst noch gebaut werden.

Häuschen aus Holz, mit Blumenkisten und Gartenzwergen.
Legende: Die Wohnsiedlung der jenischen Familie Huber in Rüttenen. SRF

Seit 25 Jahren wohnt die jenische Familie Huber in Rüttenen bei Solothurn. Hubers sind Fahrende, die nicht mehr fahren: Aus gesundheitlichen Gründen sind sie sesshaft geworden. Sie leben in Wohncontainern mit Rädern, welche jedoch von aussen nicht mehr zu sehen sind.

Standplatz in Biberist

Die Siedlung der Familie verstösst gegen die Bauordnung. Deshalb ist die Gemeinde aktiv geworden: Es folgte ein 10 Jahre langer Rechtsstreit, welcher bis vor Bundesgericht ging.

Nun ist eine Lösung für den Streit gefunden: In Rüttenen darf die Familie Huber zwar nicht bleiben. Der Kanton will für sie aber einen Standplatz in Biberist einrichten. Dieser soll bis Ende 2014 fertiggestellt sein. Bis dahin darf die jenische Familie noch in Rüttenen bleiben. Charly Huber ist erleichtert, dass er nicht in eine Wohnung einziehen muss: «Eine Wohnung wäre für uns ein Zwang».

1 Kommentar

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Es ist beschämend, ganz einfach nur beschämend. Wir sind offenbar nur ein Volk von kleinmütigen, engstirnigen und egomanen Kriechern, die sich, wie in diesem Fall, zum Beispiel hinter Bauvorschriften verstecken, um möglichst alles 'Ungeliebte' aus unserer Nähe fernzuhalten. Was uns allerdings nicht daran hintert, nach Aussen hin immer nur den Saubermann raushängen lassen zu wollen. Aussen fix und innen Nix, manchmal schäme ich mich schon fast dafür, Bürger eines solchen Landes sein zu müssen.
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