Stricklers Raubtierpark braucht mindestens 14 Millionen Franken

Der Raubtierpark von René Strickler muss weg. Die Landbesitzerin lässt nicht mehr mit sich reden, wie ein Gespräch vor der Schlichtungsstelle zeigt. Strickler kann nun vors Mietgericht und um Aufschub bitten. Das löst das Problem aber nicht. Strickler braucht mindestens 14 Millionen Franken.

Ein Tiger in einem Gehege.

Bildlegende: Das Gehege für die Tiger Tajna und Cher im Raubtierpark von René Strickler in Subingen. zvg

Der Raubtierpark von René Strickler muss wahrscheinlich abgebrochen werden. Die Landbesitzerin, die Espace Real Estate, hat Strickler vor rund fünf Jahren gekündigt und will nun einen Schlussstrich ziehen. Auch ein Gespräch der beiden Parteien vor der Schlichtungsstelle am Mittwoch hat nichts gebracht. «René Strickler war zu einen Kompromissen bereit, deshalb gab es keine Einigung», erklärt Theodor Kocher von der Geschäftsleitung der Espace Real Estate.

René Strickler geht vors Mietgericht

Weil es keine Einigung vor der Schlichtungsstelle gab, geht René Strickler nun vor das Mietgericht. Dort beantragt er einen Aufschub um drei Jahre. Somit würde ihm mehr Zeit bleiben, um eine neue Lösung zu finden.

Noch lieber wäre es ihm aber, wenn er seinen Park gleich nebenan neu aufbauen könnte. «Das wäre die ideale Lösung», erklärt er gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Schweizer Radio SRF.

Die Espace Real Estate hätte sogar ein Stück Land gleich neben dem jetzigen Park. Dafür hat man zwar schon einen Interessenten, der ein Logistikcenter bauen will. Trotzdem würde man René Strickler als weiteren Interessenten anhören, wenn er eine Kaufofferte vorlegen würde. Billig ist dieses Land allerdings nicht. Der Kaufpreis dürfte mindestens 14 Millionen Franken betragen, lässt Theodor Kocher durchblicken.

Land für Raubtierpark kostet mindestens 14 Millionen Franken

René Strickler über mit Berglöwen.

Bildlegende: René Strickler übt mit zwei Berglöwen eine Dressurnummer (Tour Circus Krone, 1999). Keystone

«Diese Zahl habe ich noch nie gehört», meint René Strickler dazu. Aber er ist zufrieden, dass er noch um dieses Stück Land buhlen kann. Er will nun in einem persönlichen Gespräch der Espace Real Estate sein Projekt auf diesem Stück Land präsentieren und gleich seine Investoren mitnehmen, welche das Stück Land kaufen werden.

Auf die Frage, ob denn die nötigen 14 Millionen Franken zusammen sind, gibt er keine klare Antwort.«Ein Teil ist schon da. Und zwar von Investoren, die wissen, wie hoch die Landpreise sind.» Diese Leute seien überzeugt vom Raubtierpark, darum sei auch er davon überzeugt, dass eine Lösung für einen neuen Park gefunden werden kann, so René Strickler.

Sicher ist: Dort, wo der Park jetzt steht, dort muss er weg. Die Landbesitzerin Espace Real Estate betont zwar, dass man immer noch interessiert sei, eine gute Lösung zu finden. Aber, die Geduld scheint etwas nachzulassen. «Die erste Kündigung traf vor ziemlich genau fünf Jahren bei Rene Strickler ein. Er hatte genug Zeit um eine Lösung zu finden», findet Theodor Kocher von der Geschäftsleitung. «Jetzt können wir nicht mehr beliebige Kompromisse eingehen.»