Stromkonzern Alpiq sieht «Lücken» in der Energiestrategie

Der Oltner Stromkonzern Alpiq äussert sich kritisch zur Energiestrategie 2050 des Bundesrats. Alpiq sieht «gravierende Lücken», es seien viele Fragen noch nicht geklärt, die aber für die Stromindustrie zentral seien. Alpiq befürchtet einen Schaden für die Energiebranche.

Das AKW in Gösgen mit Stromleitungen.

Bildlegende: Die Strombranche brauche Planungs- und Rechtssicherheit: Nur dann könne man langfristige Investitionen tätigen. Keystone

Der Oltner Stromkonzern leidet im Moment finanziell unter der Energiewende. Dass die Stellungnahme zur bundesrätlichen Energiestrategie kritisch ausfällt, ist daher nicht verwunderlich. Alpiq findet in der Medienmitteilung vom Donnerstag deutliche Worte.

Die bundesrätliche Strategie habe «gravierende Lücken», schreibt Alpiq. Die vorgeschlagenen neuen Gesetze würden nicht die gesamte Strategie beinhalten. «Es ist weitgehend unvollständig», schreibt Alpiq wörtlich. Es brauche Sicherheit über künftige Lenkungsabgaben, eine allfällige CO2-Steuer und einer ökologischen Steuerreform.

Stromkonzerne brauchen Planungssicherheit

Nur mit Klarheit in diesen Punkten sei es für die Strombranche absehbar, «was die genauen Konsequenzen sind und inwiefern sich das Paket unter marktwirtschaftlichen Bedingungen realisieren lässt.» Diese Planungssicherheit sei Grundvoraussetzung dafür, dass die Stromkonzerne langfristige Investitionen tätigen könnten. In der vorliegenden Form könne Alpiq das Paket deshalb nicht unterstützen.

Alpiq erwartet zudem, dass auch das Stimmvolk seine Meinung zur Energiestrategie noch abgeben könne.