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Studie zur Mobilität Der Aargau ist nicht mehr DER Autokanton

Autokanton Aargau: Das war in den letzten Jahrzehnten kein Klischee, sondern durch Zahlen belegte Realität. Der Aargau hatte immer einen sehr hohen Motorisierungsgrad und im Vergleich zu anderen Kantonen legten Aargauerinnen und Aargauer grössere Distanzen im Auto zurück.

Ein Bus und ein Auto begegnen sich.
Legende: Das Auto hat im Aargau die Nase vorn. Der öffentliche Verkehr holt aber auf. SRF/Stefan Ulrich

Mikrozensus Mobilität 2015: Nun liegen neue Zahlen zum Mobilitätsverhalten in der Schweiz vor. Diese zeigen: Jede Aargauerin und jeder Aargauer legt pro Tag eine Gesamtdistanz von 39 Kilometern zurück. Zwei Drittel dieser Distanz werden mit dem Auto absolviert, ein Viertel mit dem öffentlichen Verkehr. Der Kommentar von Thomas Wider vom Aargauer Verkehrsdepartement: «Damit sind wir ziemlich genau im schweizerischen Durchschnitt. Früher war das noch mehr in Richtung Auto.»

Individualverkehr und öffentlicher Verkehr: Der öffentliche Verkehr holt also im Vergleich zum Auto auf. Die neusten Zahlen des Moblitätszensus zeigen, dass die mit Zug und Bus zurückgelegten Tagesdistanzen um rund 20 Prozent zugenommen haben. Die per Auto zurückgelegten Distanzen hingegen haben sich verringert.

Was sind die Gründe? Ist es der Ausbau von Bahn und Bus? Verkehrsexperte Thomas Wider ist vorsichtig mit einer Antwort. Das sei sicher nicht auszuschliessen. Aber genauso gut könne man vermuten, dass einfach die vielen Staus und die Unberechenbarkeit der Reisezeit die Leute in den Stosszeiten zum Umsteigen motivieren würden.

E-Bikes sind im Trend: Was die Zahlen auch zeigen: Seit 2015 hat die Zahl der E-Bikes stark zugenommen. Heute gibt es in 9 Prozent der Aargauer Haushalte ein E-Bike. Die grosse Frage: Steigen die Leute vom Auto aufs E-Bike um? Oder vom normalen Velo aufs E-Bike? Das lasse sich aus der Mobilitätsstudie nicht herauslesen, dafür müsse man einen längeren Zeitraum beobachten, sagt Thomas Wider vom Aargauer Verkehrsdepartement.

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