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Aargau Solothurn Suhr hält den Stau kaum mehr aus

Die Gemeinde Suhr kämpft seit Jahren mit den vielen Fahrzeugen, die sich durch die Gemeinde zwängen. Rund 24'000 Fahrzeuge sind es täglich, quasi Rekord im Kanton, sagt der Gemeindepräsident. Suhr möchte eine Umfahrung der wichtigsten Kreuzung, dafür macht die Gemeinde nun Druck beim Kanton.

Wir haben seit Jahren eine der grössten Stausituationen im Aargau. Jetzt braucht es bald eine Lösung.
Autor: Beat RüetschiGemeindepräsident Suhr

Wenn morgens die Pendler vom Wynental in Richtung Autobahn oder Aarau wollen, müssen sie durch die Gemeinde Suhr. Abends drängt sich der Verkehr dann in umgekehrter Richtung. Die Folgen: Die Autos stauen sich jeweils weit zurück, Aarau, Buchs oder Gränichen spüren die Auswirkungen deutlich.

Für die Minderung der Staus hat man in der Region Aarau drei Projekte festgelegt, zwei wurden unterdessen realisiert, nämlich die Verlegung der Wynental-Suhrental-Bahn und der Staffelegg-Zubringer Aarau. «Jetzt fehlt nur noch die Ostumfahrung Suhr», sagt Gemeindepräsident Beat Rüetschi gegenüber Radio SRF.

Stau (Symbolbild)
Legende: Rund 24'000 Fahrzeuge zwängen sich jeden Tag durch die Aargauer Gemeinde Suhr. Sie hofft auf eine rasche Lösung. Keystone

Das Problem: Die Ostumfahrung war im Agglomerations-Programm des Bundes zuerst weit vorne, jetzt ist sie in der Priorität nach hinten gerutscht. Deshalb hat der Kanton das Projekt wieder an sich genommen und will selbst eine Lösung finden. Seither hofft Suhr auf eine baldige Umsetzung der Umfahrung. Bisher ohne Erfolg.

Reicht es für den Baustart im Jahr 2018?

Die Zeit rennt, bis 2018 möchte Suhr mit den Bauarbeiten für die Ostumfahrung beginnen. Deshalb macht die Gemeinde nun Druck. Eine ortsansässige Grossrätin hat bereits einen Vorstoss im Parlament eingereicht. Die Antwort der Regierung steht noch aus.

Zudem hat Suhr, zusammen mit anderen Gemeinden, dem Kanton einen Brief mit dem Anliegen geschrieben und der Gemeindepräsident hofft auf die Unterstützung durch das Gewerbe und die Grossindustrie in der Region. Genau über diese Massnahmen informiert der Gemeinderat die Bevölkerung am Montagabend.

Kanton Aargau braucht mehr Zeit

Beim Kanton Aargau versteht man das Anliegen aus Suhr. Trotzdem sei ein Baustart im Jahr 2018 unrealistisch. Zuerst müsse man nun mit dem Bundesamt für Strassen prüfen, ob es nicht noch einen Autobahnanschluss braucht, sagt Carlo Degelo, Sektionsleiter Verkehrsplanung beim Kanton. Das Projekt startet im Januar 2015 und dauert gut ein Jahr, wenn nicht länger, schätzt Degelo.

Weiter wolle man die aktuellen Daten aus der kantonalen Nummernschild-Erhebung in der Region Aarau auswerten. «Diese Daten zeigen, ob der Stau hausgemacht ist, oder nicht. Wer Richtung Aarau, und wer auf die Autobahn fährt», so Degelo gegenüber Radio SRF weiter. Das alles brauche Zeit. Sofortmassnahmen sehe man im Fall von Suhr keine, jedenfalls keine, die den Stau wirklich reduzieren könnten, heisst es beim Kanton weiter.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Damals machte man keine Ein/Ausfahrt in Suhr, um Möbel Pfister keinen Vorteil zu verschaffen. Genau wie in Spreitenbach, auch dort ging's etwas länger, und erst nur halb. War mal Gewerbe-Politik, wer heute dafür schuld ist, wissen wir, Eine davon sitzt ja auch ganz oben. Nur lesen kann sie das hier nicht, sie konsumiuert, aus Prinzip, keine elektrisch gespiesenen Medien. Da sie sonst aber eine Nette ist, werden wir sie wohl nächstes Mal wieder wählen. Auch Suhrer und Gränicher...
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  • Kommentar von Rolf Michel, 1723 Marly
    Es braucht nicht mehr Zeit - es braucht noch mehr Einwanderer, das erhöht den Druck allseits - es gibt ja noch die Ecopop Initiative.
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