Tarife für Heim- und Spitexpflege steigen im Aargau

Die Aargauer Regierung hat die Tarife für Pflege angepasst. Ab 2016 kostet die Pflege in Altersheimen, aber auch Spitex-Pflege zu Hause, mehr. Das trifft alleine die Gemeinden. Krankenkassen und Pflegebedürftige werden nicht zusätzlich belastet. Genau das stört zum Beispiel die SVP.

Pflegeheim

Bildlegende: Ambulante und stationäre Pflegen kosten im Aargau ab 2016 mehr. Die Regierung hat die Tarife angepasst. Keystone

Der Verein Aargauische Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen (VAKA) hat beim Kanton verlangt, dass er den Stundenansatz für die Pflege anpasst. Künftig kostet eine Stunde Pflege im Altersheim statt 60.30 neu 61.40 Franken. Eine Steigerung von 1.8 Prozent.

Auch Spitex-Pflege in einer grösseren Institution (Inhouse-Spitex) kostet künftig mehr. Hier fehlt allerdings der genaue Tarif noch. Die Regierung braucht noch mehr Daten. In der Zwischenzeit gilt eine Übergangslösung für diese Tarife.

Gemeinden werden zur Kasse gebeten

Die neuen Tarife treffen nur die Gemeinden. Sie müssen bezahlen. Die Tarife sind nämlich für Krankenkassen und Pflegebedürftige plafoniert. Der Kanton allerdings beruhigt. Man habe leicht weniger Pflegefälle in den Altersheimen. Zudem benötigen weniger Personen ganz intensive und damit teuere Pflege.

Unter dem Strich rechnet der Kanton im ambulanten Bereich mit statt 900'000 Franken wie bisher, mit 1.2 Millionen Franken für alle 213 Gemeinden.

SVP ärgert sich

Die Aargauer SVP kritisiert die neuen Tarife. Die Regierung habe die Tarife per 2015 bereits erhöht. Eine neue Anpassung auf 2016 sei unfair. Zudem treffen die neuen Tarife nur die Gemeinden. Die Krankenkassen und Pflegebedürftigen müssen nicht mehr zahlen. Hier müsse man das ganze System überdenken, findet die SVP.