Theater im Kino Suhr

Das neue 4-köpfige Regieteam des Aargauer Theater Marie hat seine ersten Projekte vorgestellt. Das erste Bühnenstück erzählt die Geschichte des Kino Central in Suhr. Zudem will das Team eine Woche lang in der Aarauer Reithalle wohnen.

Ansicht des alten Kinos

Bildlegende: Das alte Kino Central ist erste Spielstätte des «neuen» Theater Marie. ZVG

Ein Bühnenstück über ein Dorfkino. Das ist die erste Produktion, welche das Aargauer Theater Marie unter der neuen Führung präsentiert. Der künstlerische Leiter Olivier Bachmann erklärt, dass sich das 4-köpfige Regieteam sofort ins ehemalige Kino Central in Suhr verliebt habe. Das Gebäude dient der freien Theatergruppe als Proberaum. So sei die Idee für dieses Bühnenstück entstanden. Die Premiere ist am 21. Februar in Suhr.

Das Regieteam besteht neben Olivier Bachmann aus seinem Bruder Patric, der für die Dramaturgie zuständig ist. Hinzu kommen der Musiker Pascal Nater und der Szenograf Erik Noorlander. 3 Produktionen werden in diesem Jahr gezeigt.

Leben in der Reithalle Aarau

Mit dabei ist auch ein Stück, basierend auf einem Roman des Oltner Schriftstellers Alex Capus. «Der Autor liess uns freie Bahn bei der Inszenierung, was sehr spannend wird», erklärt Olivier Bachmann.

Weiter will die Gruppe im Juni eine Woche lang in der Aarauer Reithalle leben, erzählt Olivier Bachmann. «Ab 2019 entsteht dort ja ein neues Theater, und wir möchten schon einmal den Puls dieses Hauses spüren und herausfinden, was dort machbar ist.»

Zudem plant das Theater Marie dort auch Anlässe. Vorstellbar sei sogar, dass man ein Fussballturnier organisiert. Hauptsache, es hat nicht direkt mit Theater zu tun, meint der künstlerische Leiter.

Das Theater Marie

1983 wurde das Theater Marie gegründet. Die freie Theatergruppe ist seither als Tourneetheater unterwegs. Subventioniert wird sie zum grossen Teil vom Aargauer Kuratorium und von der Stadt Aarau. Seit Herbst 2012 hat das Theater Marie ein 4-köpfiges Regieteam anstelle eines Schauspiel-Ensembles.