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Tötungsdelikt in Hausen Der Tatverdächtige war wegen häuslicher Gewalt aktenkundig

Bei den Opfern handelt es sich um die Ehefrau des Täters und ihre Schwester. Sie starben an Stichverletzungen.

Drei Polizisten am Tatort in Hausen.
Legende: Ein 54-jährige Tatverdächtiger soll in Hausen seine Frau und deren Schwester erstochen haben. Keystone

Die Aargauer Oberstaatsanwaltschaft hat Neuigkeiten zu den Tötungsdelikten in Hausen veröffentlicht.

  • Die beiden weiblichen Opfer starben an Stichverletzungen im Brustbereich.
  • Beim zweiten Opfer handelt es sich um die 31-jährige Schwester der Ehefrau des mutmasslichen Täters.
  • Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach hat für den 54-jährigen Tatverdächtigen Untersuchungshaft beantragt.
  • Der Tatverdächtige war wegen häuslicher Gewalt gegenüber seiner Ehefrau aktenkundig.

Bei den beiden Frauen, die am Montagmorgen im aargauischen Hausen Opfer eines Tötungsdelikts wurden, handelte es sich um die 38-jährige Ehefrau des mutmasslichen Täters sowie um deren 31-jährige Schwester. Sie wurden mit einem Messer erstochen.

Die Frauen seien an den Folgen von Stichverletzungen im Brustbereich gestorben, teilte die Aargauer Oberstaatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Das Tatmesser habe am Tatort sichergestellt werden können.

Die Spurensicherung sei inzwischen abgeschlossen, heisst es weiter. Die Hintergründe der Bluttat und der genaue Tatablauf seien noch unklar. Die Staatsanwaltschaft macht aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben zum Fall.

Die Tat ereignete sich in einem Mehrfamilienhaus. Die Polizei fand dort in einer Wohnung die Leichen zweier erwachsener Frauen. Sie ging von Anfang an von einem Beziehungsdelikt aus.

Bereits aktenkundig

Für den 54-jährigen Mann, der unter dringendem Tatverdacht steht und noch am Montag verhaftet worden war, hat die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft beantragt.

Der Tatverdächtige war der Polizei bereits bekannt. Die getötete Ehefrau hatte ihren Ehemann im Januar 2017 wegen häuslicher Gewalt angezeigt. Nach zwei Tagen Haft wurde gegen den Beschuldigten eine zweiwöchige Wegweisung vom gemeinsamen Wohnort verfügt.
Da die Ehefrau in der Folge ihre Anzeige zurückzog, sei das Verfahren anschliessend sistiert worden.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Vogel (goldamsel)
    https://www.srf.ch/news/schweiz/schutz-vor-gewalttaetern-mit-fussfesseln-gegen-stalker
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Da reicht der Spruch nicht mehr: "Andere Länder und Kulturen, gleich andere Sitten und Verhalten!" Ein solches brutales Verbrechen (mit dem Messer mehrmals in die Brust stechen(!) ) kann und darf man sich gar nicht vorstellen! Offenbar war dieser "Mörder" bei der Polizei bereits als Täter von häuslicher Gewaltanwendung "aktenkundig"! Leider greift unsere "samtweiche" Justiz nach vorahnendem Verhalten nie durch! Erst wenn Blut fliesst, wird bei uns die Kuscheljustiz aktiviert! Zu spät!
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    1. Antwort von B Näf (uluru)
      Was soll die Justiz wenn die Ehefrau die Anzeige zurückzieht? Sie bevormunden? Das Paar überwachen? Was stellen Sie sich da genau vor?
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    2. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Bei solchen "Machos"-Mentalitäten werden die Frauen solange bedroht und unter Druck gesetzt, bis sie die Anzeige wieder zurückziehen! So war es offenbar auch in Hausen! Ich stelle mir da einiges vor, Herr Näf: Die Behörden müssten bei solchen "Rückzügen" vermehrt die Wohn-Nachbarschaft kontaktieren und abklären, wie sich der Gewalttätige im Haus oder der Umgebung im Alltag aufführt! Die Behörden sollten ihre Kuschel-Blindheit ablegen, wenn viele negative Feststellungen vorliegen und handeln!
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    3. Antwort von Flurina Fisch (flufi)
      Greifen die Behörden nicht ein, weil sie gemäss Gesetz nicht dürfen, so wird ihnen "Kuschel-Blindheit" vorgeworfen. Wenn die Behörden gesetzteskonform eingreifen (wie z.B. KESB), wird opponiert und die gleichen Kreise sprechen von "Staatswillkür". Der Bundesrat (Departement Sommaruga) möchte das Gesetz dahingehend verschärfen, dass Anzeigen bei häuslicher Gewalt nicht mehr zurückgezogen werden können. Wir werden sehen, wer dagegen opponieren wird.
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