Zum Inhalt springen

Aargau Solothurn Trotz Widerstand: Kanton eröffnet Asylunterkunft in Aarburg

Es bleibt dabei: Ab Mai ziehen in Aarburg bis zu 90 weitere Asylsuchende in einer Unterkunft ein. Dies hat Regierungsrätin Susanne Hochuli dem Sozialdienst beauftragt. Gleichzeitig zeigt sich Hochuli aber auch gesprächsbereit.

Die ganzen Proteste gegen die neue Asylunterkunft haben nichts gebracht. Im Mai und Juni ziehen die Asylsuchenden in die neue Unterkunft in Aarburg ein. Der Kanton hat das Mehrfamilienhaus für mindestens fünf Jahre gemietet, teilt das Aargauer Gesundheits- und Sozialdepartement mit.

Susanne Hochuli hinter einem Blumenstrauss.
Legende: Regierungsrätin Susanne Hochuli will mit Aarburg Lösungen suchen. Keystone

Dem Kanton mangelt es offensichtlich an Alternativen. So seien die bestehenden Asylunterkünfte bereits jetzt überfüllt, schreibt Departement von Regierungsrätin Susanne Hochuli. Zudem rechne man damit, dass die Zahl der Asylsuchenden in den nächsten Monaten noch zunimmt.

Vor allem aus Syrien dürften noch mehr Personen in der Schweiz Schutz suchen. Von dort dürften auch die meisten Asylbewerber nach Aarburg kommen. «Wir haben zwar noch nicht alle Informationen, aber es werden vor allem syrische Familien sein, die nach Aarburg kommen werden», erklärt Balz Bruder, Leiter Kommunikation im Departement Gesundheit und Soziales, gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

Tag der offenen Türe in der Asylunterkunft

An der Asylunterkunft hält der Kanton deshalb fest. Gleichzeitig sucht er aber auch das Gespräch mit der Gemeinde Aarburg. Das Gesundheits- und Sozialdepartement sei sich bewusst, dass die Situation für Aarburg nicht so einfach ist, heisst es in der Medienmitteilung. Deshalb wolle man mit der Gemeinde Lösungen suchen, auch in Bezug auf die Schule. Aarburg hatte kritisiert, dass die zusätzlichen Flüchtlingsfamilien eine schwere Belastung für die Schule seien und dass es nicht genügend Platz habe.

Weiter verspricht das Departement, dass man in absehbarer Zukunft die bestehenden Asylunterkünfte am Wallgraben und an der Oltnerstrasse schliessen wolle. Auch die Kommunikation will der Kanton verbessern. Dazu soll es in der neuen Asylunterkunft ein Tag der offenen Türe gebe. Die Aarburger Bevölkerung soll sich dabei mit den Asylsuchenden unterhalten können. Ob dies die Gemüter in Aarburg wirklich beruhigt, wird sich zeigen.

Legende: Video Widerstand gegen Asylunterkunft abspielen. Laufzeit 2:33 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 22.04.2014.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Esther Savoia-Meyer, Bern
    Liebe AarburgerInen Bitte wehrt Euch mit allen Möglichkeiten!!!!!! Ich als ehemalige Aarburgerin kann es kaum fassen was hier abläuft!! Wir Eidgenossen werden gezwungen für alle kosten aufzukommen, die uns vom Kanton auferlegt werden. Warum müssen die Asylanten in neu renovierten Wohnungen untergebracht werden, welche ein normal verdienender Eidgenosse nicht mehr finanzieren kann. Frau Hochuli die nächsten Wahlen kommen bestimmt !!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Gérard Détraz, Basel
    Ich empfinde dass die Schweiz ,seid geraumer Zeit schon,auf Kosten der Steuerzahler , mit seiner Immigrations und Asylpolitik , von diversen Politikern , zur Ausplünderung freigegeben wurde.Dabei haben wir doch schon genug , die auf Staatskosten , hier alimentiert leben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen