Umfahrung Mellingen: Wohlenschwil verzichtet auf Weiterzug

Die Gemeinde Wohlenschwil verzichtet darauf, die Einsprache gegen die Umfahrung Mellingen an die nächsthöhere Instanz weiterzuziehen. Dies schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Das Aargauer Baudepartement hatte die Einsprache abgewiesen.

Umfahrung

Bildlegende: Die Umfahrung Mellingen soll die Altstadt vom Verkehr entlasten. zvg

Umfahrungsbrücke

Bildlegende: Die Umfahrung Mellingen ist schon länger umstritten. 2011 sagte das Volk aber Ja zur Vorlage des Kantons. zvg

Der Gemeinderat Wohlenschwil erhob gegen die Umfahrung Mellingen Einsprache. Wohlenschwil argumentierte damals, dass Mellingen das Projekt erneut auflegt soll. So könne man über die Bücher, so dass Wohlenschwil weniger Autolärm abkriegt. Der Strassenbelag soll aus Flüsterbelag sein. Ausserdem sollen Lärmschutzdämme gebaut werden. Weiter verlangte der Gemeinderat Wohlenschwil Tempolimit 60 auf der Umfahrung.

Gründlich überlegt

Diese Anliegen werden nun nicht weiter durchgesetzt. Wohlenschwil verzichtet, «nach gründlich erfolgter Güterabwägung», darauf die Einsprache an die nächsthöhere Instanz weiterzuziehen, so der Gemeinderat.

Total kostet die Umfahrung von Mellingen rund 36 Millionen Franken. Der Kanton bezahlt den grossen Teil der Kosten. 2011 bereits sagte das Aargauer Stimmvolk ja zur Umfahrung, welche die Altstadt von Mellingen vom Verkehr entlasten soll.

Einsprachen gingen jedoch nicht nur von der Gemeinde Wohlenschwil ein. Auch Private haben Einsprache gegen das Bauprojekt des Kantons gemacht.