Umstrittene Gemeinderatswahlen in Würenlos: Schaden für FDP?

Die Gemeinderatswahlen am 25. August in Würenlos werden spannend. Total acht Kandidierende zielen auf einen der fünf Gemeinderatssitze. Zu reden gibt aber vor allem die Wahl des Gemeindeammanns und dabei vor allem die Rolle der FDP. Die Partei lässt kurzfristig ihren langjährigen Amman fallen.

Fünf Gemeinderatssitze sind am 25. August in Würenlos zu vergeben. Vier bisherige und vier neue Kandidaten bewerben sich darum. Hans-Ulrich Reber, Gemeindeamman und neu parteilos, Karin Funk (FDP), Anton Möckel (parteilos) und Vizeammann Johannes Gabi (SVP) sind unter den Bisherigen. Neu versuchen es Petra Berger (parteilos), Markus Knittel (CVP), Nico Kunz (FDP) und Lukas Wopmann (BDP).

Turbulenzen wegen FDP-Entscheid

Der langjährige FDP-Ammann Hans Ulrich Reber (neu parteilos) und die FDP-Herausfordererin Karin Funk Blaser.

Bildlegende: Der langjährige FDP-Ammann Hans Ulrich Reber (neu parteilos) und die FDP-Herausfordererin Karin Funk Blaser. zvg

Die FDP Würenlos will einen jüngeren, nachhaltigen Gemeinderat, wie sie selber auf Anfrage des Regionaljournals Aargau Solothurn von Radio SRF sagt. Deshalb habe man sich für Karin Funk als Gemeinderat und Gemeindeammann und gegen den langjährigen Ammann Reber entschieden, so Consuelo Senn, Parteipräsident der FDP Würenlos auf Anfrage.

Funk selber wollte vor Kurzem noch ganz aus dem Gemeinderat zurücktreten. Nun kandidiert sie trotzdem noch einmal und möchte auch gleich Gemeindeammann werden.

Man sei mit der Leistung des bisherigen FDP-Ammanns schon zufrieden, aber es brauche nun einen Wechsel. Nun will die FDP zwei Kandidaten in den Gemeindrat bringen. «Wir rechnen uns gute Chancen aus, (...) wissen aber auch, dass der ganze Vorgang uns ein paar Stimmen kosten könnte», sagte Parteipräsident Senn weiter.

Diese Haltung der Partei veranlasste FDP-Gemeindeammann Hans Ulrich Reber wiederum dazu, aus der Partei auszutreten. Er kandidiert jetzt als Parteiloser, als Gemeinderat und Gemeindeammann. Die Wahlen für das Amt des Ammanns sind nämlich erst nach den Gemeinderatswahlen. «Ich hätte nicht mit solchen Turbulenzen gerechnet, die Konkurrenz kam sehr kurzfristig», erklärte Reber im Gespräch.

Beide Kampfkandidaten möchten das Amt des Ammanns holen

«Ich trete klar als Gemeinderat und -ammann an», fügt Hans Ulrich reber an. Beides oder gar nichts, das also die Strategie von Reber. Er ist bereits acht Jahre im Amt. Die gleiche Strategie verfolgt Gemeinderatskollegin Karin Funk. Auch sie zielt auf das Amt des Gemeindeammanns.

Ob beide den Sprung in den Gemeinderat schaffen, entscheidet das Stimmvolk am 25. August.