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Bauernverband will sich mit Umweltverbänden einigen, erhebt aber gleichzeitig neue Vorwürfe
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 14.02.2020.
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Umstrittener Aprikosenanbau Aargauer Bauernverband kritisiert Umweltverbände

Kürzlich errangen Aargauer Umweltverbände einen Sieg über die Bauern, nun holen die Bauern zum Gegenschlag aus.

Die Ausgangslage: In der Aargauer Gemeinde Egliswil am Hallwilersee testeten Bauern eine neue Methode für den Anbau von Aprikosen. Der Aargau soll vom Rüebli-Land zum Aprikosen-Land werden, hiess es, als die Methode vor zwei Jahren der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Doch im Januar brach der Kanton die Sache ab, er gab Pro Natura und anderen Umweltschutzverbänden Recht, die sich gegen die Folientunnels für die Aprikosen wehrten. Die betroffenen Bauern ziehen diesen Entscheid nun weiter an das Verwaltungsgericht.

Das sagt der Bauernverband: Einerseits will der kantonale Bauernverband nun das Gespräch mit Pro Natura suchen, andererseits wirft er Pro Natura in einer Medienmitteilung vom Freitag Fehlinformation vor. Die Behauptung der Umweltschutzverbände, dass sich Aprikosen im Freiland nicht kultivieren liessen und auf «künstliche» Bedingungen im Folientunnel angewiesen seien, sei falsch. «Das beweisen auch zahlreiche weitere Aprikosenanlagen im Aargau, die nicht mit einem ganzjährigen Folientunnel geschützt sind», sagt Ralf Bucher vom Bauernverband. Hinter der Fehlinformation stecke aber nicht etwa böser Wille, sondern lediglich Ignoranz, mutmasst Bucher.

Das sagt Pro Natura: Für Pro Natura Geschäftsführer Johannes Jenny zeigt sich der Bauernverband einfach als schlechter Verlierer. «Der Bauernverband kann wohl einfach nicht gut damit leben, dass der Regierungsrat nun gesagt hat, dass die Vorschriften innerhalb der Landschaftsschutzzone einzuhalten sind», so Jenny. Grundsätzlich habe Pro Natura nichts gegen Folientunnel, wenn sie notwendig seien und sich ausserhalb der Landschaftsschutzzone befinden würden.

So geht es weiter: Sowohl der Aargauer Bauernverband wie auch Pro Natura Aargau sind Mitglieder der Konferenz aargauischer Natur- und Umweltschutzorganisationen (Kanuso). Zur Kanuso zählen weiter beispielsweise die kantonalen Sektionen des WWF oder von Birdlife. Die Kanuso tagt regelmässig, das nächste Mal im März. Der Bauernverband will den Umweltschutzverbänden bei dieser Gelegenheit die Zusammenhänge und Hintergründe des mechanischen Pflanzenschutzes erklären, sagt Bauernverbandspräsident Bucher. Die Folientunnels dienten nämlich der Reduktion von Pflanzenschutzmitteln, betont der Bauernverband. Ob die nun geäusserten Vorwürfe für eine Einigung zwischen Bauern und Naturschutzverbänden hilfreich sind, wird sich an dieser Tagung zeigen.

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