Zum Inhalt springen

Staatsanwaltschaft ermittelt Unbekannter bedroht als Kesb-Kritiker Behörden im Aargau

Hände auf Laptoptastatur
Legende: Wer hinter den Drohmails steckt ist noch unklar. Colourbox

Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg hat gegen Unbekannt ein Verfahren wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden sowie falscher Anschuldigung eröffnet. Ein Unbekannter hatte Drohmails an Behörden verschickt und sich dabei als Kesb-Kritiker Christian Kast ausgegeben.

Bei der Gemeindekanzlei von Kasts Wohngemeinde Sisseln sowie bei einer anderen Behörde im Aargau seien am Sonntag Mails mit expliziten Drohungen gegen Behörden und Beamte – unter anderem gegen die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) – eingegangen. Dies teilte die Aargauer Oberstaatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Vorübergehend in Haft

Nach den Drohmails wurde Kast am späten Sonntagnachmittag von der Kantonspolizei Aargau in Sisseln als Tatverdächtiger vorübergehend festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft leitete zudem gegen den 48-jährigen Schweizer von Amtes wegen eine Strafuntersuchung wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte ein.

Laut der Oberstaatsanwaltschaft haben die Ermittlungen jedoch in der Zwischenzeit ergeben, dass nicht Kast, sondern eine unbekannte Täterschaft die Drohmails verschickt hatte. Ebenso habe eine Drittperson die Drohungen auf dem Facebook-Account von SVP-Nationalrat Andreas Glarner gepostet.

Nun hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eröffnet gegen Unbekannt, wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte und wegen falscher Anschuldigung.

Legende: Video Kast und die Kesb abspielen. Laufzeit 22:56 Minuten.
Aus Reporter vom 11.06.2017.

Christian Kast

Kast hatte schweizweit für Schlagzeilen gesorgt, weil er seine Kinder aus einer betreuten Wohngruppe entführt hatte, um sie gemäss eigenen Angaben vor der Kesb «in Sicherheit» zu bringen. Jetzt leben sie auf den Philippinen.

Am Sonntag wurde der «Fall Kast» in der Premiere-Sendung «Arena/Reporter» des Schweizer Fernsehens SRF thematisiert.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Drei Fakten, die mir jedesmal zu denken geben: Anonyme Mails an eine Behörde oder Privatpersonen versenden, ist wohl das verwerflichste, was man tun kann. Zweitens: Problemlos vernehmen wir, wer vorübergehend festgenommen wurde: Einen 48-jährigen Schweizer! (Würde ein Serbe die Waffe auf eine Kesb-Beamtin richten, wäre es ein 48-jähriger Mann!). Drittens: Am Schluss, will man mit dem letzten Satz im Bericht die "verdamm..." SVP (speziell Nationalrat Glarner) natürlich auch noch negativ erwähnen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen