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Unfälle Bike Days Die Frage der Schuld

Beim grössten Schweizer Velofestival gab es zwei schwere Unfälle. Nun wird untersucht, wer die Verantwortung trägt.

Die Unfälle vom Wochenende

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Beim Strassenrennen in der Altstadt von Solothurn kollidierte ein Velorennfahrer mit einem Fussgänger. Dieser hatte sich auf der abgesperrten Strecke aufgehalten. Der 16-jährige Velorennfahrer wurde schwer verletzt und liegt im Koma. Der Fussgänger hat sich nur leicht verletzt. Bei einem zweiten Unfall verletzte sich ein Mountainbiker schwer. Er war auf einem Waldweg zwischen Rüttenen und Feldbrunnen-St. Niklaus zu Fall gekommen. Ein Rettungshelikopter flog ihn ins Spital. Dort verstarb er später.

Verantwortung Strassenrennen: Involviert sind mehrere Akteure, die über die Sicherheit der Strecke entschieden. Auf der einen Seite ist es die Stadtpolizei Solothurn. Die erteilte die Bewilligung für das Rennen. Auf der anderen Seite gibt es zwei Veranstalter: neben den Bike Days ist es die Firma Human Sports Management, welche für die Sicherung der Strassen verantwortlich war.

Verantwortung Mountainbikerennen: Hier sind die Bike Days verantwortlich. Die Veranstalter berufen sich darauf, dass die Rennstrecke vom internationalen Radsportverband UCI geprüft wurde.

Das ist noch offen beim Strassenrennen: Wurde alles für die Sicherheit getan? Diese Frage untersuchen die Kantonspolizei Solothurn und die Staatsanwaltschaft zurzeit im Fall des Strassenrennens. Die Stadtpolizei als Bewilligungsbehörde schiebt die Verantwortung schon mal von sich. «In der Bewilligung steht einzig, dass die Streckensicherung Sache des Veranstalters ist», erklärt der Kommandant der Stadtpolize, Peter Fedeli, gegenüber Radio SRF.

Das Problem ist in diesem Fall, dass es zwei Veranstalter gibt. Einerseits sind es die Bike Days, andererseits die Firma Human Sports Managment AG, welche das Radrennen in der Altstadt organisierte. Wer genau für was verantwortlich war, das kläre die Polizei zurzeit ab, erklärt der Firmensprecher Simon Von Allmen gegenüber SRF.

Das ist klar beim Mountainbikerennen: Im Fall des tödlichen Mountainbikerennens scheint der Fall klarer zu sein. Da ermittle die Polizei zurzeit noch gewisse Details, hiess es auf Anfrage bei der Solothurner Kantonspolizei. Allerdings sei es ein Selbstunfall gewesen und der Fahrer habe die Strecke, laut den Aussagen aus seinem Umfeld, auch gekannt. Damit dürfte letztlich niemand eine Mitschuld tragen.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Wenn man sieht wie hirnwitzig die Fahrer über die Wege blochen, muss man sich nicht fragen warum ein Unfall tödlich enden kann. Ob dieser Sport sich wert ist, sein Leben auf s Spiel zu setzen ist fraglich. Ein jeder ist selber seines Glückes Schmid.
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