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Unfall in Schinznach-Bad Kranausleger stürzt auf Zug

  • Die Wegen eines Unfalls mit einem Baukran unterbrochene SBB-Strecke zwischen Brugg (AG) und Rupperswil ist seit 16 Uhr wieder offen.
  • Verletzte gab es beim Zwischenfall keine.
  • Die zuständige Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach hat eine Strafuntersuchung eröffnet.
Legende: Video Unfall mit Regionalzug im Aargau abspielen. Laufzeit 1:21 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.05.2018.

Der Zwischenfall hatte sich kurz nach 9 Uhr in Schinznach-Bad ereignet. Der Ausleger des Baukrans habe die Frontscheibe des Zuges eingeschlagen, teilte die Kantonspolizei mit.

Lokomotivführerin erleidet Schock

Die Lokomotivführerin habe den S-Bahn-Zug sofort gestoppt, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Aargau. Die rund 45 Passagiere wurden in einen anderen Zug evakuiert und nach Brugg gebracht. Sie blieben alle unverletzt. Die Lokführerin habe einen Schock erlitten und werde betreut.

Der Zwischenfall hat sich gemäss Polizei im Zusammengang mit Arbeiten am Kran ereignet. Der genaue Unfallhergang werde untersucht. Neben der Bahnstrecke werden Mehrfamilienhäuser gebaut. Der Zug des Typs «Flirt» war von Turgi nach Aarau unterwegs, als der Arm des Baukrans auf das Gleis stürzte und die Frontscheibe des Regionalzugs einschlug.

Legende: Video «Die Lokführerin hatte grosses Glück» abspielen. Laufzeit 1:19 Minuten.
Vom 26.05.2018.

Zur Klärung der Unfallursache hat die Kantonspolizei Ermittlungen aufgenommen. Die zuständige Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach eröffnete vor Ort eine Strafuntersuchung. Die Bergungs- und Aufräumarbeiten gestalten sich nach Angaben der Polizei aufwändig. Es mussten Fachleute von Spezialunternehmen beigezogen werden. Im Einsatz steht auch ein Sachverständiger der Suva.

Die Strecke zwischen Brugg und Rupperswil wurde nach dem Zwischenfall komplett unterbrochen. Züge fallen aus oder werden umgeleitet. Wie lange die Strecke gesperrt bleibt, ist noch unklar.

Luftbild der Unfallstelle.
Legende: Der Baukran steht nah am Bahngleis. Kapo Aargau

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Hagmann (Christoph Hagmann)
    Woh, welch Präzisionsstopp! Einige Meter weiter und eine ganze Kettenreaktion wie ein Dominioeffekt von schiefem Kranausleger, Pneukran und instabilem Kranturm hätten sich unkontrolliert bewegt. Nicht auszudenken.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli (Tokapi GT)
    Grosses Glück im Unglück für die Lokomotivführerin. Hoffe sie erholt sich schnell von ihrem Schreck. Keine Ahnung, wieso in diesem Zusammenhang immer von Schock gesprochen/geschrieben wird. Medizinisch bedeutet Schock ein lebensbedrohliches Zustandsbild mit schweren Kreislaufstörungen. Den Bildern zufolge, wollten offenbar Arbeiter mittels Pneukran den Ausleger am Baukran anbringen. Beim Anheben geriet dieser in Schieflage. Schwerpunkt falsch eingeschätzt?
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    1. Antwort von Thomas Käppeli (Tokapi GT)
      Nachtrag zu meiner obigen Hypothese. Aufgrund des Baufortschritts der beiden Liegenschaften lief es wohl umgekehrt. Die Firma wollte den Ausleger demontieren und brachte die Aufhängung an der falschen Stelle an. Ungemach ins Haus Interkran steht der Firma so oder so an :-(
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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    In Bremgarten wohnhaft nutze ich täglich die Regionalbahn (BDWM) und bin mindestens wöchentlich auch mit der SBB unterwegs. Auch neben den Geleisen der BDWM wurde in letzter Zeit gebaut. Doch zuvor wurden liess die BDWM massive T-Träger in den Boden rammen; an diesen wurde ein engmaschiges Drahtnetz befestigt, das die Bahnlinie von der Schienenkante bis zur Fahrleitung perfekt schützte. Solche Standards scheinen den SBB fremd zu sein - sie sollten das Glück lieber nicht weiter herausfordern!
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    1. Antwort von M. Keller (MK)
      @Blatter - dies wird hauptsächlich gemacht, wenn die SBB etwas baut. Bei 'privaten' Baufirmen ist dies eben nicht der Fall. Und wen die meinen es braucht keine Absperrung ist dies Sache der Baufirma.
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