Unfall mit Kind: Wer sich nicht kümmert, wird verfolgt

In Villmergen bei Wohlen hat am Montag ein Autofahrer einen elfjährigen Knaben angefahren. Der Mann half zwar nach dem Unfall dem Jungen wieder auf die Beine, fuhr danach aber davon. Die Polizei konnte ihn inzwischen ermitteln: Er muss mit einer Anzeige rechnen.

Bild der Autotüre eines Einsatzfahrzeuges der Kantonspolizei Aargau.

Bildlegende: Die Polizei muss Anzeige wegen Führerflucht erstatten, wenn Unfälle mit Kindern nicht gemeldet werden. Kantonspolizei Aargau

Der Unfall geschah am Montag kurz vor zwölf Uhr auf einer Quartierstrasse in Villmergen. Der Schüler kam von einem Kiesweg her und fuhr auf die Bachstrasse. Dort kollidierte er mit einem Auto und verletzte sich leicht am Knie.

Der Autofahrer stieg aus und half dem Buben. Danach setzte er seine Fahrt fort, ohne die Personalien zu hinterlassen. Die Polizei wurde erst später informiert: Sie suchte den Lenker und hat ihn nun ermittelt.

Der 58-jährige Mann müsse nun mit einer Anzeige rechnen wegen Fahrerflucht, erklärt Polizeisprecher Bernhard Graser gegenüber Radio SRF. Dazu sei die Polizei in diesem Fall verpflichtet.

Polizeisprecher Graser rät deshalb grundsätzlich: «Gerade bei Unfällen mit Kindern reicht es nicht, wenn man sich kurz um das Opfer kümmert und dann weiterfährt. Man muss mindestens seine Personalien hinterlassen oder noch besser gleich persönlich die Eltern über den Unfall informieren.»