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Veloprojekt gescheitert Widerstand gegen Mountainbike-Strecke im Freiamt

Fünf GPS-gestützte Bike-Routen sollte es geben. Wegen zu vieler negativer Rückmeldung ist die Idee nun aber gestorben.

Das Projekt: Im Freiamt sollten fünf GPS-Mountainbike-Routen entstehen. Die Routen sollten für Biker interessant sein und diese zu kulturellen und landschaftlichen Höhepunkten der Region führen. Hinter dem Projekt steht der Verein Erlebnis Freiamt, der die Gemeinden in der Region kulturell und touristisch besser vermarkten möchte.

Mehrere Velofahrer durchqueeren gemeinsam ein Feld.
Legende: zvg Erlebnis Freiamt

Die Knacknuss: Die Bike-Routen sollten teilweise über offizielle Waldstrassen und -wege führen, aber auch über schmale Abschnitte quer durch den Wald, sogenannte Single-Trails. Zwar waren dafür keine baulichen Massnahmen im Wald geplant, trotzdem gab es dagegen Widerstand, unter anderem aus der Forstwirtschaft und von Jägern.

Die Gegner: Man habe nicht grundsätzlich etwas gegen Biker im Wald, sagt Rainer Klöti, Präsident des Aargauischen Jagdverbands, aber: «Jedes Projekt im Wald muss innerhalb der gesetzlichen Grundlagen ablaufen. Und dazu gehört auch, was darf ich wo machen. Das war bei diesen GPS-Mountainbike-Routen nicht ganz klar.»

Mountainbiker in Aktion. Fährt einen Waldweg hinunter.
Legende: Keystone

Und Jetzt? Nach erster Kritik wollte der Verein Erlebnis Freiamt das Projekt verkleinern, mit weniger Routen, nun wird das Projekt aber komplett beerdigt. «Die Enttäuschung ist gross», sagt Fredy Zobrist vom Verein, auf Anfrage von SRF. Für Zobrist, der selber auch als Pensionierter ein begeisterter Mountaibiker ist, ist klar: «Mountainbike ist ein Trend, die Biker kommen so oder so, auch ohne ausgeschilderte Routen. Dieses Projekt wäre deshalb eine Chance gewesen um die Biker zu kanalisieren und die Belastung für den Wald in Grenzen zu halten.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Arno Egloff (arnoegloff)
    Auf meinen regelmässigen, ausgedehnten Wanderungen erlebe ich immer wieder, wie Wanderwege von Bikern rücksichtslos morastig gekarrt werden. Und wenn Wanderer dann notgedrungen einen sauberen Umweg getrampelt haben, wird, weil bequemer, von den Bikern auch dieser benützt. Es gibt, vereinzelt, auch Biker mit Anstand. Oft muss man aber vom Wanderweg flüchten, um diesen Akteuren nicht in die Quere zu kommen. Schöne Waldsträsschen sind als rücksichtsvollere Varianten eigentlich überall vorhanden.
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Glück gehabt. Wer auf der Ostseite von Wabern auf den Gurten spaziert, erlebt ab und an, dass Downhill über die Wanderwege gefahren wird. Die Kreuzstellen bedeuten faktisch, dass die FussgängerInnen aufpassen müssen, weil die Radfahrer kaum Rücksicht nehmen. Baulich gibt es keine Hindernisse, um die Radfahrer zu bremsen. Leider.
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