Verein «Kein Atommüll im Bözberg» hofft auf Veto

Der Verein «Kein Atommüll im Bözberg» ist froh über den Entscheid des Nationalrats, dass Standortkantone oder -regionen ein Veto gegen Atommüll-Endlager einlegen können. Dies sagte Co-Präsidentin Elisabeth Burgener dem Regionaljournal Aargau Solothurn. Sie hofft nun auf ein Ja im Ständerat.

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Bildlegende: Das Veto sei ein positives Signal, meint KAIB-Präsidentin Elisabeth Burgener. Im Bild Atommüllendlager in Morsleben (D). Keystone

Der Verein Kein Atommüll im Bözberg, der sich gegen ein Atommüll-Endlager im Bözberg wehrt, ist froh, dass der Nationalrat im Gegensatz zum Ständerat dem Veto zugestimmt hat. Co-Präsidentin Elisabeth Burgener betont: «Dies ist ein positives Signal.» Es bedeute, dass man vielleicht auch im Aargau endlich überparteilich über das Thema diskutieren könne.

Elisabeth Burgener selber hatte im September 2011 versucht, als SP-Grossrätin eine entsprechende Standesinitiative durchs Aargauer Parlament zu bringen. «Wir haben dies aber leider nicht geschafft.»

Neuer politischer Prozess?

Falls auch der Ständerat dem Veto für Standortkantone oder -regionen gegen ein Atommüll-Endlager zustimmen würde, dann ist Elisabeth Burgener überzeugt, dass ein neuer politischer Prozess anfangen würde, wo neue Mehrheiten gefunden werden müssten.