Vermisstes Kleinkind: Suche geht weiter, Verfahren gegen Vater

Die Aargauer Kantonspolizei hat am Montag ihre Suche nach einem vermissten Kleinkind bei Windisch weitergeführt. Bisher fehlt vom 2-jährigen Buben allerdings jede Spur. Die Polizei geht vom Schlimmsten aus, die Staatsanwaltschaft ermittelt von Amtes wegen gegen den Vater.

Zusammenfluss von Aare und Reuss bei Windisch

Bildlegende: Das Kleinkind ging in der Nähe des Wasserschlosses verloren. Die Polizei geht vom Schlimmsten aus. Alex Moser/SRF

Seit Samstagabend wird in Windisch ein 2-jähriges Kleinkind vermisst. Der Vater war mit dem Buben der Reuss entlang spazieren, als er gemäss Polizeiangaben sein Kind im Bereich der Eisenbahnbrücke aus den Augen verlor.

Polizist mit Feldstecher an einem Fluss

Bildlegende: Die Suche nach dem 2-jährigen Buben in Windisch geht weiter. Auch im Kanton St. Gallen sucht die Polizei (Bild). Keystone

Eine grosse Suchaktion mit Tauchern und einem Rega-Helikopter am Sonntag brachte noch kein Ergebnis. Die Suche sei auch am Montag weitergeführt worden, heisst es auf Anfrage bei der Kantonspolizei Aargau. Regionalpolizisten hätten weitere Uferböschungen abgesucht. Bisher erfolglos.

Inzwischen hat die Aargauer Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung eröffnet. Man sei dazu von Amtes wegen verpflichtet, hiess es auf Anfrage von Radio SRF. Ermittelt wird gemäss Paragraph 127 im Strafgesetzbuch wegen «Gefährdung des Lebens» bzw. «Aussetzung». Allenfalls werde auch wegen «Vernachlässigung der Fürsorge» ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.