Verschwundene Windkraft-Unterschriften: Polizei hat keine Spur

Der Fall der abhandengekommenen rund 3000 Unterschriften für die Volksinitiative «Windkraftmoratorium Aargau» wird wohl ungeklärt bleiben. Die Aargauer Kantonspolizei hat ihre Ermittlungen nach mehr als einem Monat als ergebnislos eingestellt.

Windkraftwerk vor blauem Himmel mit weissen Wolken.

Bildlegende: Die Initianten wollen ende September in den Kantonen Aargau, Solothurn und Basel-Landschaft neue Initiativen lancieren. Keystone

Die Ermittlungen zur eingereichten Strafanzeige gegen Unbekannt wegen eines Einschleichdiebstahls seien abgeschlossen, sagte Roland Pfister, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei, am Montag auf Anfrage zu einem Bericht der «NZZ am Sonntag». Der Rapport sei noch nicht an die Staatsanwaltschaft überwiesen worden. Dort hiess es auf Anfrage, der Fall werde mit dem Vermerk «unbekannte Täterschaft» sistiert.

Die Unterschriften waren gemäss Initiativkomitee im Mai einen Tag vor der geplanten Einreichung gestohlen worden. Die Aargauer Staatskanzlei erklärte die Initiative am 23. Mai als offiziell nicht zustandegekommen.

Ziel der Initiative war es, den Bau von Windkrafträdern im Aargau faktisch zu verunmöglichen.Konkret wollte die Initiative in der Verfassung verankern, dass der Kanton keine Standorte für Windkraftanlagen in den Richtplan aufnehmen soll, solange Kernkraftwerke in Betrieb sind.