Aargauer Waldgesetz Verwaldung soll gestoppt werden

Der Regierungsrat möchte die Waldfläche begrenzen. In den letzten Jahren ist diese gewachsen, was zu einem Verlust von Kulturland führt. Den Vorschlag der Regierung begrüssen die meisten Parteien. Verbesserungsvorschlägen haben jedoch alle.

Was ist ein Wald? Im Kanton Aargau sind es laut Gesetz alle Baumgruppen, «die grösser als 600 Quadratmeter, breiter als zwölf Meter und älter als 15 Jahre» sind. Der Wald dehnt sich also sowohl in bebauten Zonen als auch in landwirtschaftlichen Flächen aus. Nun soll die Waldzone gesetzlich fixiert werden.

Waldweg.

Bildlegende: Der Aargauer Wald soll nicht mehr «automatisch» wachsen, so will es das neue Waldgesetz. Keystone

Sowohl bei rechts als auch bei links stösst dieser Vorschlag mehrheitlich auf Zustimmung. Änderungsvorschläge hat man dennoch in allen Lagern. CVP und SVP möchten die erst in der letzten Zeit entstandene Fläche aus der Waldzone herausnehmen. Die CVP schlägt vor, sie als Ersatz für geplante Rodungsprojekte in der Waldzone zu erhalten. Die SVP möchte, dass sie bei Bedarf auch ersatzlos gerodet werden darf.

Die SP und Grünen fordern eine Fixierung der Waldfläche. So wäre weder eine Vergrösserung noch eine Abnahme möglich. Zudem möchten sie, dass kantonale und regionale Organisationen bei Rodungen ebenfalls Einsprachen machen dürfen.

Eher gegen die Gesetzesänderung spricht sich die GLP aus. Sie möchte noch mehr Informationen über den Nutzen des Gesetzes und die Auswirkungen, welche es auf die Natur hätte.