Viel Geld vom Kanton Aargau für den Innovationspark

Der Kanton Aargau soll mithelfen den Innovationspark in Villigen aus der Taufe zu heben. Die Kantonsregierung fordert dafür vom Parlament einen Kredit über acht Millionen Franken.

Der Kanton Aargau will den «Park Innovaare» grosszügig finanziell unterstützen, falls das Aargauer Projekt in der Nähe des Paul Scherrer Instituts (PSI) definitiv als Standort des nationalen Innovationsparks Schweiz ausgewählt wird. Das Kantonsparlament muss das finanzielle Engagement des Kantons nun absegnen.

Visualisierung des Innovationsparks

Bildlegende: Die Aargauer Regierung will Millionen in den Innovationspark stecken. ZVG

Der Beitrag des Kantons Aargau setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Ein Teil bildet die Anschubfinanzierung in Höhe von zwei Millionen Franken. Ein zweiter Teil besteht in einer Mietzinsausfallgarantie von fünf Millionen Franken ab 2018 für eine Laufzeit von maximal 30 Jahren.

Zudem soll der Kanton Aargau Aktienkapital in Höhe von 330'000 Franken zeichnen. Dieser Betrag sei aber nicht Bestandteil des Verpflichtungskredits, heisst es in einer Mitteilung der Aargauer Regierung vom Freitag.

Die Regierung verlangt vom Grossen Rat einen Verpflichtungskredit in Höhe von acht Millionen Franken. Die zwei Millionen Franken für die Anschubfinanzierung sollen auf die Budgets der Jahre 2015 und 2016 aufgeteilt werden.

Breite Trägerschaft für Aargauer Projekt

Der «Park Innovaare» soll direkt beim PSI in Villigen AG realisiert werden, der grössten interdisziplinären Forschungsstätte der Schweiz. Er ist ein gemeinsames Projekt von Wirtschaft, Forschung und Politik. Hinter den Plänen stehen neben dem PSI und dem Kanton Aargau auch Grossunternehmen und die Fachhochschule Nordwestschweiz.

Die Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz bestimmte Ende Juni die Netzwerkstandorte des Nationalen Innovationsparks. Das Aargauer Projekt «Park Innovaare» wurde dabei als einer der zwei Netzwerkstandorte in die Startformation aufgenommen.

Bundesrat entscheidet im Herbst

Mit dem Projekt Nationaler Innovationspark wollen Bund, Kantone, Wissenschaft und Wirtschaft die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz sichern. In der Nähe von Hochschulen oder Forschungsinstitutionen sollen Zentren entstehen, in denen Spitzenforschung und unternehmerische Innovationstätigkeit vereint werden.

Auf Bundesebene wird der Bundesrat die Botschaft zur Einrichtung des Nationalen Innovationsparks voraussichtlich im Herbst 2014 zuhanden der eidgenössischen Räte verabschieden. Die Umsetzung des Nationalen Innovationsparks soll per 1. Januar 2016 erfolgen.