Viele Infektionen: Solothurner Spital fiel negativ auf

Zum zweiten Mal sind die Infektionsraten nach Operationen an Schweizer Spitälern untersucht worden. Neu ist, dass die Teilnahme an der Erhebung für alle Spitäler obligatorisch war. Zudem sind die Daten jetzt nach einzelnen Spitälern abrufbar. Die Spitäler in der Region schnitten allgemein gut ab.

Offene Wunde bei Operation

Bildlegende: Bei Dickdarmoperationen kommt es im Kantonsspital Baden in 34 Prozent der Fälle zu einer Wundinfektion. Keystone

Fast sieben Prozent der Patienten welche sich zwischen Oktober 2011 und September 2012 einer Hüftgelenkprothese im Bürgerspital Solothurn unterzogen erlitten nach der Operation eine Infektion. Damit liegt das Spital deutlich über dem Schweizer Durchschnitt. Der Nationale Verein für Qualitätssicherung in Spitälern und Kliniken bewertet die Zahl als hoch.

«Die Zahlen sind alt»

«Bereits bei der Datenerhebung vor zwei Jahren haben wir das Problem festgestellt und umgehend gehandelt», sagt Oliver Schneider, der Leiter Marketing und Kommunikation der Solothurner Spitäler. Man habe festgestellt, dass die prä-operativen Antibiotika für Patienten mit einem Körpergewicht von mehr als 80 Kilogramm zu schwach waren.

«Dies haben wir aber sofort angepasst», so Schneider weiter. Die Zahlen seien schon längst wieder im normalen Bereich. Weiter wurde die Infektionsrate bei Dickdarm- und Gallenblasenentfernungsoperationen ermittelt. In diesen beiden Bereichen wurde das Solothurner Bürgerspital als gut bewertet.