«Viele Künstler und Poeten sind hochsensibel»

Die Aargauerin Evelyn Reimann ist selbst hochsensibel, nimmt viel mehr Sinnesreize wahr als ein durchschnittlicher Mensch. Das Leben mit dem Phänomen ist nicht immer einfach, wird von ihr jedoch auch als Bereicherung empfunden. Nun hat Evelyn Reimann einen autobiographischen Roman geschrieben.

Portrait von Evelyn Reimann mit einer grauen Bluse vor einer Wiese mit gelben Blüten.

Bildlegende: Die 35-jährige Evelyn Reimann hat zehn Sprachen gelernt und spielt verschiedene Instrumente. André Albrecht

Hochsensibilität ist ein Phänomen, bei dem Menschen mehr Sinneseindrücke wahrnehmen und sie stärker und detailreicher erlebt. Bei vielen Künstlern und Poeten gehe man davon aus, dass sie hochsensibel sind oder waren, betont Evelyn Reimann im Gespräch mit dem Regionaljournal.

Der Umgang mit dieser Fähigkeit will gelernt sein, sagt Reimann. Sie ist selbst hochsensibel, erlebt die Dinge sehr intensiv und ist schnell erschöpft.

Leiden und Bereicherung zugleich

In gewissem Sinne sei sie dadurch natürlich eingeschränkt, erklärt Evelyn Reimann, die im solothurnischen Dornach lebt. Sie empfindet ihre Hochsensibilität aber auch als Bereicherung. «Auf einer anderen Ebene ist man dadurch erweitert dadurch dass man so viele Dinge wahrnimmt. Die Innenwelt ist sehr reich und zum Beispiel beim Schreiben kann mir das helfen».

Im Roman «Die Schicksalsweberei» geht es um eine junge hochsensible Frau und ihr Weg durch ein nicht einfaches Leben.