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Aargau Solothurn Vierfacher versuchter Mord: Prozess vor Solothurner Obergericht

Mit sieben Schüssen versuchte ein junger Mann 2012 in Zuchwil, seine Ex-Freundin umzubringen. Der Grund: Sie wollte ihn nicht mehr. Nur dank viel Glück und einem beherzten Retter überlebte die Frau. Der Mann, der noch mehr auf dem Kerbholz hat, kämpft nun gegen eine lebenslange Haftstrafe.

Blick von aussen auf das Obergericht.
Legende: Der Prozess vor dem Solothurner Obergericht dauert voraussichtlich vom Montag bis am Mittwoch. Bähram Alagheband/SRF

Vor dem Solothurner Obergericht steht seit Montag ein heute 25-jähriger Schweizer, der drei Frauen umbringen wollte. Sie alle wollten nicht mit ihm zusammen sein, und er konnte damit nicht umgehen. Dafür bekam der junge Mann im Sommer 2014 vom Bezirksgericht eine lebenslange Haftstrafe. Weil er diese nicht akzeptiert, tagt nun das Obergericht für die Berufungsverhandlung.

Sieben Schüsse auf die Ex-Freundin

Es geht dabei um mehrfachen versuchten Mord, zuletzt begangen in Zuchwil im Juni 2012. Der Mann lockt seine Ex-Freundin unter einem Vorwand auf einen Parkplatz. Als diese dort nochmals bekräftigt, dass sie nicht mehr mit ihm zusammen sein will, zückt er eine Pistole und schiesst sieben Mal.

Dank viel Glück und einem beherzten Retter, der die Frau aus der Schusslinie zieht, überlebt diese. Weil der Schütze mit seiner Aktion auch den Retter in Todesgefahr gebracht hat, spricht die Staatsanwaltschaft von einem vierfachen versuchten Mord.

Kleine Verwahrung gefordert

Die Gerichtspsychiaterin befürwortet eine sogenannte kleine Verwahrung für den Täter. Diese dauert fünf Jahre und kann jeweils um weitere fünf Jahre unbegrenzt verlängert werden. Das Gericht wird am 10. November das Urteil sprechen.

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