Virtuell eine Gallenblase entfernen

Wer schon immer einen Operationssimulator ausprobieren oder eine Platzwunde nähen wollte, hat am Samstag am Tag der Chirurgie die Möglichkeit dazu. Sechs Spitäler in der Region öffnen ihre Türen und bieten unterschiedliche Versuche und Vorträge an.

Die Bedienung des Operationssimulators ist viel komplizierter, als man meinen könnte.

Bildlegende: Die Bedienung des Operationssimulators ist viel komplizierter, als man meinen könnte. SRF

Am Kantonsspital Aarau steht ein Operationssimulator für die Öffentlichkeit bereit. Dieser bietet normalerweise Ärzten die Möglichkeit, ihre Fingerfertigkeit für einen laparoskopischen Eingriff zu üben. Laparoskopisch bedeutet: Der Operateur geht durch kleine Löcher mit Kamera und zwei Instrumenten in den Körper des Patienten ohne diesen weiter aufschneiden zu müssen.

Der Operationssimulator behandelt einen virtuellen Patienten. Deshalb können Ungeübte auch getrost Kameraführung, das Greifen der Gallenblase und das Rausschneiden dieser ausprobieren – ohne verheerende Konsequenzen.

Aarauer Kantonsspital als Pionier der Chirugie

Für das Kantonsspital Aarau ist die Chirurgie seit seiner Gründungsstunde ein wichtiger Fachbereich. Einer der beiden Gründer im Jahre 1887 war ein Chirurg und im Verlauf seiner Geschichte hat das KSA immer wieder Pioniertaten in der Chirurgie gemeistert. Beispielsweise hat 1921 der damalige Chefarzt zum ersten Mal europaweit eine Gelenkspiegelung im Knie durchgeführt. Ein Eingriff, der heute Standard ist.

Neben dem Kantonsspital Aarau öffnen auch fünf weitere Spitäler der Region ihre Türen: Dornach, Rheinfelden, Solothurn, Olten und Laufenburg. Sie alle bieten ganz unterschiedliche Programme an.