Leichtathletik Vom Berglauf zum Marathon – Der Wandel der Martina Strähl

Saisonauftakt für die Solothurnerin Martina Strähl: Am Reusslauf in Bremgarten belegt sie den zweiten Platz. Mit der Rangierung ist sie zufrieden, mit ihrer Form nicht. Die ehemalige Bergläuferin setzt in dieser Saison auf den Marathon. Ihr grosses Ziel ist der WM-Marathon in London im August.

Das erste Rennen der Saison, der Reusslauf von Bremgarten über 11 Kilometer, verlief nicht optimal für die Solothurnerin Martina Strähl. Es plagten sie Magenbeschwerden, und auch der Wind machte ihr zu schaffen.

Aber sie sei auch froh, dass ihr der Lauf nicht perfekt gelungen sei, sagt Martina Strähl. So könne sie sich für die kommenden Rennen steigern: «Die Saison ist noch lang, mein Ziel kommt erst im August.» Dann steht der WM-Marathon in London an.

«  Berglauf bleibt meine Leidenschaft »

Martina Strähl
Marathonläuferin

Läuferin rennt auf der Strasse, begleitet von Zuschauern, die sie anfeuern.

Bildlegende: Martina Strähl am Reusslauf in Bremgarten: Rang 2. zvg

Bekannt wurde die Solothurnerin als Bergläuferin. Im Berglauf hat sie alles gewonnen, was sie konnte: Sie wurde Welt- und Europameisterin.

Und warum setzt sie nun auf den Marathon? «Ich suchte eine neue Herausforderung und bin motiviert, etwas Neues zu machen», erklärt Martina Strähl. Zudem sei der Bergsport nur eine Randsportart, Marathon habe einen viel höheren Stellenwert. Trotzdem: «Berglauf bleibt meine Leidenschaft.»

Ziel: Olympische Spiele

Eigentlich wollte Martina Strähl gar nicht mehr Marathon laufen, da sie bei einem ihrer ersten Rennen über 42 Kilometer in der Hälfte einbrach. Dann gelang ihr aber im Frühling 2016 eine ausgezeichnete Zeit im Halbmarathon, und am Frankfurter Marathon im Herbst lief sie die viertbeste Zeit, die je eine Marathonläuferin in der Schweiz realisieren konnte.

Mit ihrer Leistung in Frankfurt unterbot Martina Strähl die Limite für die Weltmeisterschaften im August. Und auch in weiterer Zukunft will sie auf Marathon setzen. 2020 möchte sie in Tokyo endlich an ihren ersten Olympischen Spielen teilnehmen.