Von der Grabung ins Depot - zu Besuch bei der Kantonsarchäologie

Die Aargauer Kantonsarchäologie gräbt jährlich hunderte von Objekten aus. Diese werden in Brugg gewaschen, inventarisiert, eventuell restauriert und schliesslich gelagert. Dies geschieht in Depots oder im Grosssteinlager.

Gegenstände, die von der Aargauer Kantonsarchäologie ausgegraben werden, gelangen zuerst ins Eingangslager im ersten Stock der Kantonsarchäologie in Brugg. Dort warten sie in grünen Gemüsekisten auf ihre Reinigung.

Gereinigt wird im Wasserbad mit einer Zahnbürste, einer grösseren Bürste oder einem weichen Schwamm. Zwischengelagert werden die sauberen Fundgegenstände in alten Holzkisten.

Von da gelangen sie in die Inventarisierung, wo sie beschriftet und verpackt werden. «Nur so können wir sicherstellen, dass wir sie später wieder finden», sagte Kantonsarchäologe Georg Matter in der Abendausgabe des Regionaljournals Aargau Solothurn.

Besondere Vorsicht bei Metallgegenständen

Heikle Gegenstände, zum Beispiel aus Metall oder Glas, gelangen direkt in die Restaurierung. Die meist stark verrosteten Metallgegenstände werden dort geröngt, um überhaupt feststellen zu können, um was es sich dabei handelt.

«Eine museale Restaurierung machen wir nur selten. Das ist ein Zeitaufwand, den wir nicht rechtfertigen können.», erklärt Restaurator Urs Lang.

Schliesslich werden alle Fundgegenstände in Depots eingelagert. Das Depot im Keller der Kantonsarchäologie in Brugg ist voll. Aus diesem Grund gibt es weitere Depots. Gesondert gelagert werden grosse, meist architektonische Objekte. Für diese gibt es das Grosssteinlager.

Menschliche Knochen in geweihtem Depot

Ebenfalls nicht in die normalen Depots gelangen menschliche Knochen. Diese sind in einem speziellen Depot in Aesch. Um dem Umstand rechnung zu tragen, dass es sich hier um Menschen gehandelt hat, würde dieses Depot regelmässig geweiht, erklärt Georg Matter.