Vor dem 1. Weltkrieg gab es über den Scheltenpass keine Strasse

Die Schweiz fürchtete sich vor hundert Jahren davor, dass sich Frankreich und Deutschland über das Schweizer Grenzgebiet angreifen könnten und reagierte unter anderem mit vielen Strassenbauprojekten im Kanton Solothurn. Das Beispiel Scheltenpass zeigt, dass dies die Region nachhaltig veränderte.

Bevor das Militär mit dem Strassenbau über den Scheltenpass zwischen dem Kanton Solothurn und dem heutigen Kanton Jura begann, fehlte diese Strasse niemandem. Doch kaum war die Strasse da, wurde sie benutzt, betont Franz Bürgi vom Verein «Festungswerke Solothurner Jura». Die Strasse verband die beiden Regionen und die Menschen siedelten entlang der Strecke.

Auch die Bauphase selbst war für die Menschen eine Bereicherung. Etwa 800 Soldaten waren entlang der Route stationiert. Davon profitierten beispielsweise die Kinder, die in den Militärunterkünften eine warme Mahlzeit erhielten. Aber auch die Soldaten waren dankbar für die Gesellschaft.

Während die neu gebauten Strassen im Kanton Solothurn im Ersten Weltkrieg vor allem für Verbindungsreiter und den logistischen Austausch des Militärs wichtig war, dienen viele heute als schöne Ausfahrtsmöglichkeiten.