Alpiq-Hilfe als gemeinsamer Nenner

Die 9 Solothurner Regierungsratskandidaten haben via Smartvote zu verschiedenen Fragen Stellung genommen. Darunter auch zur Energiedebatte. In der Frage des Atomausstiegs sind sie sich gar nicht einig. Alle aber finden, dass man dem Energiekonzern Alpiq unter die Arme greifen soll.

Das Kernkraftwerk Gösgen mit einer Stromleitung im Vordergrund.

Bildlegende: Der Energiekonzern Alpiq betreibt das AKW in Gösgen (Bild). Man muss dem Konzern helfen, finden alle Kandidaten. Keystone

Beim Atomausstieg sind im linken und im rechten Lager die Positionen klar: Albert Studer (SVP) sagt Nein zum Atomausstieg, Peter Gomm und Andreas Bühlmann (beide SP) und Brigit Wyss (Grüne) sagen Ja zum Atomausstieg. Nicht einig sind sich die Vertreter der CVP. Während Roland Heim auch Ja sagt zum Atomausstieg, sagt Roland Fürst eher Nein.

Gassler und Ankli nicht einig

Auch bei der FDP sind sich die beiden Kandidaten nicht einig. Remo Ankli sagt eher Nein zum Atomausstieg, Esther Gassler eher Ja. Ankli schreibt auf Smartvote dazu: «Die Stilllegung der KKWs ist dann notwendig, wenn die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Ein Ausstieg aus der Atomenergie wird erst möglich, wenn der Strombedarf aus alternativen Quellen gedeckt ist.»

Eine mögliche Erklärung für die unterschiedlichen Meinungen innerhalb der FDP findet man, wenn man das ganze Smartvote-Profil der Kandidaten anschaut. So ist Remo Ankli wirtschaftsliberaler als Esther Gassler, ihr ist der ausgebaute Umweltschutz wichtiger.

Der Alpiq soll geholfen werden!

Eine weitere Frage für die Kandidaten ist folgende: Der Stromkonzern Alpiq benötigt zusätzliches Kapital. Soll sich der Kanton Solothurn als Miteigentümer mit mindestens 50 Millionen Franken an der Kapitalerhöhung beteiligen?

Da sind sich die Kandidaten (fast) einig. Alle beantworten die Frage mit eher Ja oder Ja. Man ist sich einig, die Alpiq ist als Steuerzahlerin so wichtig, dass man sie nicht fallen lassen kann.