CVP Solothurn: «Wir mussten mit diesem Verlust rechnen»

Die CVP verliert bei den Solothurner Kantonsratswahlen am meisten Sitze. Aber auch die SP und die FDP sind künftig mit einer Person weniger im Kantonsparlament vertreten. Je zwei Sitze gibt es für GLP und BDP, die SVP gewinnt einen Sitz dazu. Die Parteien sind nicht überrascht.

CVP-Parteipräsident Stefan Müller

Bildlegende: CVP-Parteipräsident Stefan Müller zeigt sich im Gespräch mit Bähram Alagheband enttäuscht aber nicht überrascht. SRF

Für die Solothurner CVP war es kein schöner Tag. 2009 war sie noch bei den Gewinnern, heute ist sie die grosse Verliererin. 3 Sitze muss sie abgeben, hat neu nur noch 22 Sitze im Parlament.

Parteipräsident Stefan Müller zeigt sich enttäuscht: «Das mag uns. Niemand verliert gerne, ich besonders nicht. Wir hatten natürlich auch die schwierigsten Voraussetzungen mit vielen neuen Parteien in der Mitte. Bei den letzten Wahlen hatten wir viel Proporz-Glück. Wir mussten mit diesem Verlust rechnen, nun ist es leider so gekommen».

SP enttäuscht über Sitzverluste

Neben der CVP lief es auch der SP nicht gut bei den Wahlen vom 3. März 2013. Im Regierungsrat erreicht Andreas Bühlmann nur den letzten Platz, im Kantonsrat verlieren die Sozialdemokraten erneut Sitze. Die SP hat nun noch 19 Vertreter im Parlament. «Das ist eine Enttäuschung, wir wollten eigentlich zulegen» so die Parteipräsidentin Franziska Roth gegenüber dem Regionaljournal.

Neue Parteien erfolgreich

Zulegen konnten besonders die neuen Parteien GLP und BDP. Die GLP konnte ihre Sitze verdoppeln, hat neu 4 Sitze. Die BDP ist gleich mit zwei Sitzen neu ins Parlament gerückt. Die BDP wollte eigentlich sogar 3 Sitze gewinnen, der Parteipräsident Markus Dietschi ist trotzdem zufrieden.

Sitze habe man vermutlich dem Listenpartner CVP genommen und einen von der FDP gewonnen. Auch die FDP verlor ja einen Sitz, ist mit 26 Sitzen aber weiterhin die stärkste Partei im Kantonsrat.

Die SVP gewann erneut einen Sitz, hat nun 19 Vertreter im Kantonsparlament. Von einem Rechtsrutsch möchte der Parteipräsident Walter Wobmann nicht sprechen: «Es ist aber ein Schritt in die richtige Richtung und sicherlich positiv.».

Die Grünen gewinnen einen Sitz und haben nun 4 Vertreter im Kantonsrat, die EVP behält ihren einzigen Sitz.