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Wahlen Solothurn 2013 Die Kandidaten rüsten sich für den 2. Wahlgang

Die Würfel sind gefallen, die Rangliste bei den Solothurner Regierungsratswahlen steht fest. Nur Esther Gassler und Peter Gomm sind bereits gewählt. Die anderen Kandidaten machen sich nun Gedanken zum zweiten Wahlgang.

Die Gewählten mit Blumen in den Händen.
Legende: Die bereits gewählten Esther Gassler (links) und Peter Gomm (rechts) mit Kantonsratspräsidentin Susanne Schaffner. SRF

Die beiden bisherigen Regierungsräte Esther Gassler (FDP) und Peter Gomm (SP) sind bereits im ersten Wahlgang gewählt. Sie liegen beide über dem notwendigen absoluten Mehr, können von ihrem Bisherigen-Bonus also wie erwartet profitieren.

Esther Gassler liegt auf dem ersten Platz: Mit diesem Resultat habe sie nicht gerechnet, erklärt sie gegenüber Radio SRF. «Ich bin sehr froh.» Auch Peter Gomm (SP) ist erleichtert: «Es war nicht von Anfang an klar, ich habe auf die Stimmen aus den grösseren Städten gewartet. Die Stadt Olten hat den Ausschlag gegeben: Es ist schön, wenn die Heimatstadt das Resultat so beeinflusst.»

Roland Fürst ist bekannter als Roland Heim

Von den neuen Kandidaten erhält Roland Fürst am meisten Stimmen. Der CVP-Kandidat und Direktor der Solothurner Handelskammer zeigt sich in einer ersten Reaktion gegenüber Radio SRF «sehr zufrieden». Offensichtlich habe er auch viele Stimmen von anderen Parteien erhalten.

Den Vorsprung auf seinen internen CVP-Rivalen Roland Heim (Rang 6) kann oder will sich Roland Fürst nicht erklären. Betreffend Strategie für den zweiten Wahlgang gibt sich Fürst noch zugeknöpft: «Im zweiten Wahlgang starten alle Kandidaten wieder bei Null.»

Roland Heim auf der anderen Seite kann sich seinen Rückstand auf Roland Fürst sehr wohl erklären: «Fürst ist als Direktor der Handelskammer im ganzen Kanton bekannt, dazu hat er auch schon bei nationalen Wahlen kandidiert. Ich bin vor allem in der Region Solothurn bekannt, aber nicht im ganzen Kanton.» Trotzdem will Heim im zweiten Wahlgang ebenfalls wieder antreten.

Albert Studer (SVP) ist zufrieden

Auf dem vierten Platz liegt Brigitt Wyss von den Grünen, gefolgt von Remo Ankli von der FDP. Auch Ankli ist mit diesem Resultat zufrieden. «Das macht Freude», erklärt er gegenüber Radio SRF. Ankli zeigt sich erleichtert darüber, dass er bei den vorderen Plätzen dabei ist und damit wohl seiner Partei den Sitz in der Regierung sichern könne.

Die SVP hat es mit ihrem Kandidaten Albert Studer nur auf Rang 7 geschafft. Studer ist trotzdem zufrieden: «Für eine Partei wie die SVP ist der Einzug in die Regierung schwierig. Mehr als 20'000 Stimmen sind ein Erfolg.»

Andreas Bühlmann (SP) ist ratlos

Abgeschlagen auf dem achten Platz liegt aktuell der zweite SP-Kandidat Andreas Bühlmann. Er zeigt sich über das schlechte Abschneiden «ratlos». «Wir haben eine gute Kampagne gemacht. Vielleicht gab es mit drei linken Kandidaturen einfach zu viel, vielleicht ist es auch eine Geschlechterfrage.» Die Kandidatin der Grünen, Brigit Wyss, liegt deutlich vor Andreas Bühlmann auf dem vierten Platz.

Brigit Wyss hat sogar Albert Studer, Roland Heim und Remo Ankli überholt. Sie macht denn auch keinen Hehl daraus, dass die SP vielleicht im zweiten Wahlgang verzichten sollte - zu Gunsten der Grünen. Wyss formuliert es gegenüber Radio SRF so: «Es wird sicher Gespräche geben mit der SP.» Und fügt an: «Ich persönlich wäre extrem motiviert für einen zweiten Wahlgang.»

Der parteilose Aussenseiter Hugo Ruf ist wie erwartet auf dem letzten Platz gelandet. Trotzdem zeigt er sich zufrieden. «Die Leute haben gezeigt, dass sie etwas ändern wollen.»

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