Wahl-Podium: Mit Trax, Klavier und Kühen

Rund 250 Personen haben in der Solothurner Kulturfabrik Kofmehl das grosse Regierungsrats-Podium mitverfolgt. Die Kandidaten stritten über die Themen Energie, Wirtschaft und Finanzen, bewiesen aber auch viel Humor und künstlerisches Talent.

8 der 9 Kandidaten traffen sich am Donnerstag im Kofmehl

Bildlegende: Die acht Regierungsrats-Kandidaten der Solothurner Parteien stritten sich am Wahl-Podium in der Kulturfabrik Kofmehl. SRF

Das Interesse am Regierungsrats-Wahlpodium von «az Solothurner Zeitung», «az Grenchner Tagblatt» und dem «Regionaljournal Aargau Solothurn» von Radio SRF war gross: Rund 250 Personen fanden den Weg in die Kulturfabrik Kofmehl.

Die acht Kandidaten der Solothurner Parteien zeigten sich dabei von ihrer ernsthaften wie humorvollen Seite. Einerseits diskutierten sie sachlich und ruhig über die Themen Energie, Finanzen und Wirtschaft. Andererseits hatten sie auch ein kreative Gruppenarbeit zu erfüllen.

Ob links oder rechts: Humor haben alle

In zwei ausgelosten Teams mussten die Kandidaten «Regierung spielen»: sie mussten die Departemente unter sich aufteilen, sich ein Motto geben und dieses künstlerisch umsetzen.

Das «Team Gomm» setzte dabei auf ein Wahl-Gedicht. Maler Peter Gomm (SP), Klavierspieler Andreas Bühlmann (SP), Traxfahrer Albert Studer (SVP) und Gitarrenspieler Roland Heim (CVP) reimten: «Üsi Regierig bietet Gwähr, dass d'Kasse vom Kanton nieme läär. Mit Trax, Klavier und ou Gitarre, zieh mir zäme a däm Charre. Gäht üs doch hütt Obe d'Stimm, und süsch isch es ou nid so schlimm».

Teamfähigkeit bewiesen

Podium-Leitung: Urs Mathys und Andrea Affolter.

Bildlegende: Sie leiteten das Wahlpodium: Urs Mathys (Solothurner Zeitung) und Andrea Affolter (Radio SRF) SRF

Das «Team Gassler» zeigte sich musikalisch. Sängerin Esther Gassler (FDP) stimmte ein Lied an, Brigit Wyss (Grüne) leerte die Früchteschale und betätigte sich als Fünfliber-Schwingerin, Remo Ankli (FDP) brachte den Wahlslogan «Jetz gehts obsi» zu Papier, und Roland Fürst (CVP) zeichnete kunstvolle Kühe aufs Plakat, das den Weissenstein mitsamt Gondelbahn zeigte.

Alle acht Kandidaten bewiesen mit der Gruppenarbeit nicht nur viel Humor, sondern auch, dass sie trotz zum Teil gegensätzlicher politischer Ansichten als Regierung gut zusammenarbeiten könnten.

Wer es am Schluss wirklich in die Regierung schafft, entscheidet das Solothurner Stimmvolk am 3. März. Neben den acht Kandidaten, welche von den Parteien ins Rennen geschickt werden, steht mit Hugo Ruf auch ein Parteiloser zur Wahl.