Wakkerpreis beschert Aarau Touristen-Rekord

Die Stadt Aarau hat ein Rekordjahr hinter sich. Nie zuvor haben so viele Touristen eine Stadtführung gemacht. Ein Grund: die Stadt hat vor einem Jahr den Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes erhalten. Aber es gibt noch einen weiteren gewichtigen Faktor.

Mehr als 800 Stadtführungen hat das Tourismusbüro «Aarau Info» 2014 organisiert. Dessen Chefin Esther Schmid ist zufrieden: «Für uns war das ein absolutes Rekordjahr. Wir konnten unsere Stadt tausenden von Menschen näherbringen.»

Viele Architekturfans kamen nach Aarau

Nachdem Aarau im letzten Januar den Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes gewonnen hatte, nutzte die Stadt die Chance. Sie druckte eigene Broschüren und einen speziellen Stadtplan. Dort sind die Quartiere und Gebäude eingezeichnet, für die die Stadt ausgezeichnet wurde.

Für Architekturinteressierte bietet das Tourismusbüro nach wie vor auch besonderere Stadtführungen an. Diese führen nicht nur durch die Altstadt wie die üblichen Angebote, sondern auch in die Aussenquartiere.

Grosses Interesse auch dank SRF-Fernsehserie

Diese Führungen haben offenbar gut funktioniert. Der Tourismus-Rekord geht aber nicht nur auf ihr Konto. Zum Erfolg beigetragen hat auch eine TV-Serie: «Wir spüren, dass man von Aarau spricht wegen der Fernsehserie ‹Der Bestatter›, die hier spielt», meint Esther Schmid. Dadurch seien zusätzliche Gäste gekommen. Auch dafür gibt es spezielle Führungen.

Der Wakkerpreis

Der Wakkerpreis wird jedes Jahr vergeben vom Schweizer Heimatschutz. Er gilt als Anerkennung für Städte, die zu ihrem Ortsbild Sorge tragen. Aarau erhielt den Preis, weil die Stadt trotz Verdichtung des Wohnraums die verschiedenen Stadtquartiere bewahren konnte.

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