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Waldversuch in Hofstetten-Flüh Die Verbindung nach Panama wurde abgebaut

Jahrelang haben Forscher im Wald bei Hofstetten Versuche mit CO2 durchgeführt. Die Forscher und ihr Kran sind nun weg.

Die Forscher: Die Forscher der Uni Basel wollten im Wald im solothurnischen Hofstetten-Flüh seit 1999 herausfinden, wie Bäume bei erhöhter CO2-Zufuhr reagieren. Wachsen die verschiedene Baumarten schneller, wenn ihnen so viel Kohlendioxid zugeführt wird, wie man die Konzentration im Jahr 2080 vermutet? Ähnliche Versuche wurden zeitgleich in Panama durchgeführt. Hofstetten wurde aufgrund vieler verschiedener Baumarten als Versuchsstandort ausgewählt.

Die Antwort auf die Forschungsfrage: Nein, die Bäume im Wald wachsen nicht schneller.

Kran im Wald.
Legende: Dieser Kran stand fast 20 Jahre in einem Waldstück bei Hofstetten-Flüh. Wissenschafter führten einen CO2-Versuch durch. ZVG/Uni Basel, Christian Körner

Der Kran: Für ihre Versuche benötigten die Forscher einen 45 Meter hohen, gelben Kran mitten im Wald. Von einer Gondel am Kran aus führten sie Messungen in den Baumkronen durch. Das CO2 wurde mit Schläuchen in die Baumkronen geführt.

Die Reaktionen: Zu Beginn der Versuche hätten sich der Dorfbevölkerung schon einige Fragen gestellt, erzählt Bruno Benz, langjähriger Gemeindeverwalter von Hofstetten-Flüh. Die Uni Basel habe aber immer offen kommuniziert, die Bedenken seien schnell ausgeräumt worden. Mit der Zeit sei der Kran ein Teil des Ortsbildes geworden. Bei Auswärtigen habe der Kran aber ab und zu für Erstaunen gesorgt. Dies habe immer wieder zu interessanten Gesprächen geführt, schmunzelt Bruno Benz. Und man habe erklärt, dass Hofstetten quasi zusammen mit Panama Forschung betreibe.

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