Weissenstein: Das Uhuru stösst an seine Grenzen

Zum 21. Mal findet ab Samstag die Musik- und Tanz-Woche auf dem Solothurner Hausberg statt. Mit rund 500 Personen haben sich so viele angemeldet wie seit Jahren nicht mehr. Mehr liegt nicht drin, finden die Organisatoren. Dass das Festival vorverschoben werden musste, hat aber andere Gründe.

Zelte neben Bauernhof

Bildlegende: Die Uhuru-Zeltstadt auf dem Weissenstein könnte weiter wachsen. Soll sie aber nicht, sagen die Organisatoren. Uhuru.ch

Uhuru heisst «Freiheit» auf Suaheli – und ist eine Kurs- und Konzert-Woche auf dem Weissenstein. Musik, Tanz, Natur und Gemeinschaft auf der Bergweide ist den Teilnehmern wichtig, die sich in 50 verschiedenen Kursen dem Trommeln, dem Jodeln, dem Zaubern, der Körpermalerei oder dem Ballett widmen.

Die Gondelibahn bringt das Uhuru durcheinander

Doch die familiäre Stimmung scheint in Gefahr. Mit rund 500 Teilnehmern stosse das Uhuru an seine Grenzen, sagt Barblina Troxler vom Organisationskomitee: «Wir stossen an die Grenze mit der Infrastruktur und den Essensständen.» Ausserdem wolle man eigentlich nicht mehr wachsen.

«  So wie das Uhuru jetzt ist, ist es schön, man kennt einander noch, es ist kein anonymer Grossanlass. »

Barblina Troxler
OK-Mitglied

So bleiben, wie es ist, kann das Uhuru aber gar nicht. Dieses Jahr musste das Festival nämlich verschoben werden. Statt von Sonntag bis Samstag findet es jetzt von Samstag bis Freitag statt. Der Grund: Die neue Gondelibahn auf den Weissenstein. Seit die neue Seilbahn fährt, gilt immer sonntags ein Fahrverbot auf der Passstrasse.

Keine Extrafahrten

Bislang sind die Uhuru-Besucher jedoch immer sonntags mit dem Wohnmobil oder vollgeladenen Auto auf den Weissenstein gefahren. Damit das weiterhin möglich ist, musste der Festivalstart vorverlegt werden.

Auch von Montag bis Freitag sorgt die neue Gondelbahn nicht nur für Freude. Weil sie um 17:30 Uhr den Betrieb einstellt, kommen Uhuru-Gäste, welche einen Nachmittags-Kurs oder ein abendliches Konzert besuchen, nicht mehr mit dem Gondeli vom Berg hinunter. Die Betriebszeiten zu verlängern lohnt sich für die Seilbahn-Betreiber aber nicht, dafür ist der Publikumsaufmarsch am Uhuru zu klein. Und die Festivalleitung kann sich Extrafahrten nicht leisten.

Ärger über die Gondelbahn? Barblina Troxler vom Uhuru-OK gibt sich gelassen: «Das ist ja auch mal etwas Spannendes, mal ein bisschen eine Änderung, etwas Flexibilität.» Und falls sich jemand doch ärgern sollte über das Fahrverbot, hilft ja vielleicht einer der angebotenen Kurse: Beat Box, Alphorn, Hip Hop, orientalischer Tanz oder Fahnen Malen.