Weissensteinschwinget: Keine Chance für die Regionalen

Die Solothurner und Aargauer Schwinger mussten am Weissensteinschwinget den Bernern den Vortritt lassen. Diese dominierten das Schwingfest. Bruno Gisler konnte sich gerade noch einen Kranz sichern, Christoph Bieri ging leer aus.

SChwingkampf

Bildlegende: Christoph Bieri (rechts) schwingt gegen Remo Käser am 64. Weissenstein-Schwinget auf dem Weissenstein. Keystone

Weder die Aargauer noch die Solothurner Schwinger konnten auf dem Solothurner Hausberg Weissenstein etwas ausrichten gegen die Berner. Zeitweise waren von den 17 besten Schwinger 14 Berner.

Überragende Berner

Mit Bruno Gisler vom Schwingclub Solothurner und Umgebung konnte sich ein einziger Regionaler doch noch einen Kranz sichern. Das änderte aber nichts am Gesamtbild: Sechs Kränze gingen an die Berner, drei an die Nordwestschweizer und zwei an die Südwestschweizer. «Und dieses Bild schmeichelt den letzten beiden Verbänden, denn die Berner waren allgegenwärtig», erklärte Schwingexperte Wolfgang Rytz gegenüber dem Regionaljournal im Interview.

Christoph Bieri vom Schwingclub Baden-Brugg landete mit seiner Platzierung nur gerade 0,25 Punkte hinter Gisler und musste ohne Kranz wieder nach Hause. Einen Kranz holte sich dafür Roger Erb aus Metzerlen im Solothurner Schwarzbubenland. Erb trainiert aber nicht in einem Solothurner Verband, sondern im Basellandschaftlichen Kantonalschwingerverband.

Stucki wird von zwei Schwingern auf den Schultern getragen und jubelt.

Bildlegende: Christian Stucki nach dem Sieg gegen Bernhard Kämpf im Schlussgang am 64. Weissensteinschwinget. Keystone

Christian Stucki holte sich den Sieg

Am Schluss entschied Christian Stucki aus dem Berner Seeland den 64. Weissensteinschwinget für sich. Er gewann alle sechs Gänge. Im Schlussgang besiegte er seinen Berner Weggefährten Bernhard Kämpf in der siebten Minute.

Christian Stucki feierte auf dem Solothurner Hausberg seinen 31. Kranzfestsieg, den zehnten an einem Bergkranzfest. Damit hat er zu Adi Laimbacher aufgeschlossen. Mehr Siege an Bergfesten weist von den noch aktiven Athleten einzig Martin Grab (15) auf. Das Schwingfest auf dem Weissenstein begann übrigens mit 30 Minuten Verspätung. Grund dafür war ein starkes Gewitter.