Weltpremiere: Erstmals nur Frauen im Fokus einer Dada-Austellung

Unter dem Titel «Die Dada - La Dada - She Dada» zeigt das Forum Schlossplatz in Aarau ab Samstag in einer Ausstellung die weiblichen Aspekte der Dada-Bewegung auf. Im Mittelpunkt stehen fünf Dada-Pionierinnen. Die bekannteste der Dadaistinnen ist die Schweizerin Sophie Taeuber-Arp.

Dadaismus oder Dada war eine künstlerische und literarische Bewegung, die 1916 in Zürich gegründet wurde. Die Gründer der Bewegung haben die Grenzen des konventionellen Kunstempfindens mit radikalen Kunstwerken, experimenteller Poesie und subversiven Aktionen gesprengt.

Bekannteste Pionierin: Sophie Taeuber-Arp

Das Forum Schlossplatz in Aarau richtet mit seiner Ausstellung die Blink-Lichter auf die Frauen und macht ihren künstlerischen und gesellschaftlichen Beitrag an Dada sichtbar. «Die Frauen wurden von den Dadaisten damals degradiert und sind in Vergessenheit geraten», erklärt die Kulturwissenschaftlerin Ina Boesch gegenüber Radio SRF. Dies wolle man nun ändern.

Im Zentrum der Ausstellung stehen fünf bekanntere Künstlerinnen aus Paris, New York, Berlin, Köln und Zürich. In das Quintett gehört auch die Schweizerin Sophie Taeuber-Arp, eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Seit August widmet ihr auch das Aargauer Kunsthaus eine Ausstellung.

Die Ausstellung präsentiert zudem rund fünfzig weitere Dadaistinnen, die in einer Portrait-Galerie erstmals einen gemeinsamen Auftritt haben. Ausserdem ergänzen Hörkommentare von Dada-Expertinnen die Ausstellung, die zu einer Reflexion über die Rolle der Frau in einer der wichtigsten Kunst- und Gesellschaftsströmungen des 20. Jahrhunderts einlädt.