Weniger Aargauer Einkaufstouristen wegen gesperrter Rheinbrücke

Seit Ende Juni ist die Rheinbrücke zwischen dem aargauischen Koblenz und dem deutschen Waldshut gesperrt. Der wichtige Verbindungsweg wird renoviert. Das spürt die deutsche Grenzstadt: Es kommen deutlich weniger Einkaufstouristen vorbei.

Waldshut an der deutsch-schweizerischen Grenze kümmert sich beinahe schon fürsorglich um seine Einkaufstouristen aus der Schweiz: Auf der Homepage wird für das Shopping-Erlebnis in Waldshut geworben. Anfang Juli gab's sogar ein «Grosses Heimatfest» unter dem Motto «Schwyzertag».

Waldshut spürt die Folgen der Brückensperrung

Blick von oben auf die Altstadt und den Markt.

Bildlegende: Waldshut zieht Schweizer Einkaufstouristen an. ZVG

Wie nun läuft es mit den Einkaufstouristen, wenn die Brücke vor der Haustür zu ist? Die Rheinbrücke zwischen Waldshut und Koblenz im Aargau ist nämlich seit dem 30. Juni wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Und das spürt man im deutschen Städtchen.

«Wir haben bis zu 20 Prozent weniger Umsatz und weniger Einkaufstouristen aus der Schweiz bei uns», erklärt Jochen Seipp gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Seipp ist der Sprecher des Werbe- und Förderungskreises Waldshut, ähnlich einem Gewerbeverein.

Keine zu grosse Einbusse dank guter Organisation

Das betrübt Jochen Seipp aber nicht. «Wir bekommen dafür eine neue Brücke», meint er und hat ein Lob parat: Das Ganze sei gut organisiert, besonders von der Schweizer Seite her.

Ein Verkehrsdienst mache die Leute dort auf die Brückensperrung aufmerksam, und so würden immer noch viele Einkaufstouristen nach Waldshut kommen. Dafür nehmen viele Einkäufer einen Umweg von 15 bis 20 Minuten in Kauf, sagt Seipp.

Besonders stark betroffen vom Umsatzrückgang seien Waren für den Alltag, unter anderem Lebensmittel. Aber auch die Gastronomie in Waldshut leide unter der Brückensperrung, erklärt der Vereinssprecher. Noch bis zum September ist die Rheinbrücke zwischen Koblenz und Waldshut gesperrt.